Fair Trade Bananen Teil 3 Schwarze Bananen

Hallo!

Heute gibt es mal wieder ein Rezept, und zwar etwas, was meine Tochter gerne mochte, als sie noch klein war und  das ganz Kleine auch schon machen können:

Schwarze Bananen

So viel Bananen  (W) wie Mitesser – also Mitessende meine ich natürlich!

3 – 4 EL flüssige Schlagsahne

1 – 2 TL Mascobado-Zucker (W) pro Banane

Die Bananen kommen in einer feuerfesten Form in den vorgeheizten Backofen – ich heize nie vor, deshalb dauert es bei mir etwas länger, bis die Bananen gar sind, ca. 20 Minuten. Glücklicherweise kann man ganz leicht feststellen, wann das ganze gar ist – dann sind sie nämlich schwarz, die Bananen, also so, wie man sie nie kaufen und wir sie im Weltladen auch nie verkaufen würden. Dann kommt der Teil der für kleinere Kinder nicht geeignet ist. Irgendwie muss man sie auf einen Teller bugsieren, öffnen – Vorsicht! Dann mit Sahne und Zucker verfeinern. Schmeckt super!

(W) – erhältlich im schönsten Weltladen, an dem ihr vorbeikommt.

Mascobado-Zucker gibt es schon lange aus Fairem Handel, sehr lange. Aber Bananen damals sicher noch nicht.

Den ganzen Feiertag  heute lang ging mir das Wort „Bananenrepublik“ nicht aus dem Sinn. Ein kleines mittelarmerikanisches Land, das ganz unter der Kandare von westlichen Großmächten (wir nennen keine Namen) steht und diese mit landwirtschaftlichen Gütern beliefert, wobei es billig und unfair zugeht.

Wikipedia bringt das schön auf den Punkt:

„Anfangs wurden einzig solche Länder so bezeichnet, die nur oder vorwiegend Bananen exportierten bzw. produzierten. Der Begriff geht dabei vor allem auf die mittelamerikanischen Staaten wie etwa Honduras, Nicaragua oder Panama zurück, deren Politik und Staatsgeschäfte über Jahrzehnte durch den Einfluss der großen Südfruchtexporteure bestimmt wurde. Die wirtschaftliche Macht dieser US-amerikanischen Unternehmen war weitaus größer als die politische Macht der Regierungen oder gar der Bevölkerung dieser Länder.

Der Begriff Bananenrepublik geht vermutlich auf den US-amerikanischen Schriftsteller O. Henry (eigentlich William Sydney Porter) zurück. In einer 1904 erschienenen Novelle, Cabbages and Kings, heißt es, wohl unter Anspielung auf Honduras: „At that time we had a treaty with about every foreign country except Belgium and that banana republic, Anchuria.“

Systemkritische Protestfahne
„BananenRepublik Deutschland“

Heute wird Bananenrepublik zum einen abwertend für Länder (meist der so genannten Dritten Welt) verwendet, in denen durch erhebliche Einflussnahme von ausländischen Unternehmen Korruption, Verbrechen, mafiöse Tätigkeiten, Vetternwirtschaft, persönliche Bereicherung auf Staatskosten und zweifelhafte Wahlen gefördert wurden.

Zum anderen wird der Begriff aber auch als unscharfer Kampfbegriff gegen Staaten in Stellung gebracht, deren politische Kultur mit Korruption und Willkür in Zusammenhang gebracht wird. Deshalb wird dieser Begriff abwertend auch in politischen Diskussionen und Polemiken , z. B. über die „BRD“ für BananenRepublik Deutschland), verwendet, wenn man ähnliche Praktiken (die teilweise verdeckt oder beschönigt werden) unterstellt oder anprangert. 1984 wurde das Wort Bananenrepublik in Deutschland zum Wort des Jahres nominiert.“

Da lernt man doch immer noch was Neues. Und: Ecuador gehört im strengen Sinne nicht zu den Bananenrepubliken. Und das sicher auch auf Grund der segensreichen Arbeit von Urocal – por la vida!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

 

 

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