Kaffee von Bamenda

Hallo!

Dieser Kaffee hält mich im Moment wach. Und bringt mich morgens aus der Koje. Fairtradelady empfiehlt diese Woche:

(Die Nachbarn schmecken aber auch gut!)

Bamenda-Kaffee stammt von NWCA einem 1950 gegründeter Kooperativen-Dachverband, der 43 Mitglieds-Kooperativen der Nord-West-Provinz Kameruns in sich vereint. Insgesamt profitieren somit 35.000 kleine Kaffeebauern und -bäuerinnen von der Arbeit der NWCA. 20% der Mitglieder sind Frauen. Der Sitz der NWCA befindet sich in der Provinzhauptstadt Bamenda. Die Mehrheit der Bauern lebt unterhalb des Existenzminimums. Vielen fehlt bisher das Geld, um die Schulgebühren ihrer Kinder zu finanzieren oder Arztrechnungen zu bezahlen und es mangelt sowohl an Bildungseinrichtungen als auch an Krankenhäusern. In der Region gibt es kaum natürliche Ressourcen und keine Industrien.

Der Dachverband ist demokratisch organisiert und auch nachhaltiges Wirtschaften gehört zu den Grundprinzipien der NWCA. Die Vereinigung engagiert sich in Umweltfragen und beteiligt sich sowohl an Forschungen zur Bodenqualität als auch zum Kakaoanbau zur Diversifizierung des Einkommens der Bauern. Weiterhin helfen neue Pflanzenschulen, die Aufzucht der Setzlinge zu verbessern.

Das Hauptprodukt der Kooperativen ist Kaffee. Die Farmer bauen im Wesentlichen Arábica an, doch auch ein wenig Robusta steht zur Vermarktung.

Der Hochland-Arábica wird auf Vulkanbergen in einer Höhe von 1200 bis 2200 m angebaut. Die exzellenten klimatischen Bedingungen der Nord-West-Region Kameruns ermöglichen eine hervorragende Kaffeequalität. Zu einer Kleinbauernfamilie gehören durchschnittlich 7 Personen.  Die Setzlinge der Kaffeepflanzen werden gemeinschaftlich gezogen und nach etwa 9 Monaten auf den Farmen ausgepflanzt. Die Pflege der Kaffeepflanzen erfolgt manuell. Etwa 3-4 Jahre dauert es, bis die reifen Kaffeekirschen zum ersten Mal geerntet werden können. Anschließend wird das Fruchtfleisch mit einer handbetriebenen Schälmaschine von den Kaffeebohnen getrennt und dem organischen Dünger zugeführt. Nun müssen die Bohnen mindestens 24 Stunden fermentieren und werden nach dem Waschen auf Bambusmatten für 5-7 Tage zum Trocknen ausgelegt. Erst dann sehen die Bohnen ungefähr so aus, wie wir sie kennen. Wir haben den naturmilden Kaffee im Angebot in unserem Weltladen, aber auch der Espresso ist sehr gut. Er ist zudem einer unserer preisgünstigsten Kaffees, die wir führen, da er zwar durch und durch fair, aber nicht bio-gesiegelt ist.

Puh – so eine Menge Arbeit (und Informationen) für eine Tasse Kaffee. Vielleicht sollten wir sie machmal ganz bewusst genießen, nicht nur nebenbei runterkippen.

Kaffehochgenuss – spätestens morgen früh!

wünscht

Fairtradelady

 

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3 Gedanken zu „Kaffee von Bamenda

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