Fairer Bio-Wein

Star des Abends!

Star des Abends!

Hallo!

„In vino veritas“ – Liegt im Wein immer die Wahrheit? Sagt man oder frau immer die Wahrheit, wenn nur genug Wein geflossen ist? Wie sieht die Wahrheit in der Weinproduktion aus?

Gestern fand im Weltladen eine Weinprobe statt. Schließlich gab es etwas zu feiern. Gleich vier Weine der GEPA sind bei einem Bio-Wein-Test ausgezeichnet worden. Drei Silber- und eine Goldmedaille gab es.

Star des Abends!

Star des Abends!

Die drei Silbermedaillen gingen an drei Weine der chilenischen Weingenossenschaft „La Sagrada Familia“. Die Weine, die man hier unter dem Namen „Lautaro“ kaufen kann, ein Merlot, ein Cabernet Sauvignon und ein Carmenère kommen aus dem Valle de Lontué, etwa 200 km südlich von Santiago de Chile. Der Name ist Programm. Lautaro war ein Widerstandskämpfer gegen die Spanier, aus dem Volk der Mapuche, dem viele der Genossenschaftsmitglieder angehören.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in Chile schon sehr lange Wein angebaut wird, seit dem 16. Jahrhundert. Und dass die überwiegend französichen Rebsorten im 19. Jahrhundert aus Frankreich eingeführt wurden, als dort die Reblaus überhand nahm. Deshalb wird schon seit 1877 Wein aus Chile nach Europa exportiert. Bis heute blieben die Weinkulturen in Südamerika weitgehend von Schädlingsbefall verschont.

Die Weine von Sagrada Familia werden von einem einheimischen Verarbeitungsbetrieb gekeltert und abgefüllt. Die Bauern der Genossenschaft erhalten monatliche Abschlagszahlungen für die gelieferten Trauben. Das bedeutet Planungssicherheit für die Betriebe. Dazu werden sie am Gewinn beteiligt – wenn die Preise für die Weine steigen, erhalten sie mehr. Was bei den gestern verkosteten Weinen sehr wahrscheinlich ist, denn sie fanden viel Anklang.

Der Goldmedaillen-Gewinner kommt aus Argentinien. Im Nordwesten, um die Stadt Rioja bauen ca. 500 Mitgliedsweinbauern den Cabernet-Sauvignon an. Keiner der Betriebe ist größer als 40 Hektar. Trotzdem mischen sie im Export-Geschäft mit – einmalig im argentinischen Weinexport-Geschäft, in dem Betriebe über 100 Hektar den Ton angeben. Außer Cabernet-Sauvignon enthält der Cuvée auch Anteile der italienischen Sorte Bonarda.

Die PAR-Bewertung von wine-systems ist mir zu hoch, aber 93 Punkte klingt nach ganz schön viel! Hier kann man alles über das Bewertungssystem lesen.

Es war ein sehr anregender Abend im Weltladen mit vielen interessierten Weinkennern und -kennerinnen. Zudem gab es wunderbare südamerikanische Folklore, vorgetragen von einer Kollegin, die dem Abend das ganz besondere Flair verlieh.

Ah - la musica!

Ah – la musica!

Und am Ende des Abends konnte ich Cabernet-Sauvignon, Bonarda, Carmenère fast fehlerfrei aussprechen!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

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Der Faire Alltag…

Hallo!

Nicht immer klappt alles im Weltladen wie am Schnürchen. Es gibt Tage, da spinnt der Drucker (aber wo kommen diese Papierberge her?), Ladenaktive werden krank und müssen den Dienst absagen – oh je, wer kann denn ganz spontan in zwei Stunden einspringen? – , es ist so heiß, dass die Schokolade schmelzen würde, wenn wir sie nicht im hintersten Lagerregal verstauen könnten, der CD-Spieler funktioniert nicht, wie er soll, ganz liebe Kunden müssen viel zu lange warten, weil die Kasse streikt …. Und da ist es schön, wenn man daran erinnert wird, für wen und mit wem man im Fairen Handel das alles macht. Einige Leute sind in diesem schönen Video von WFTO zu sehen.

Eine schöne Arbeitswoche ohne Pleiten, Pech und Pannen wünscht

Fairtradelady

Fair-reist am Bodensee

Hallo!

Ganz spontan und auch nur leider ganz kurz. Also fast aus Fair-sehen …..

Unter anderem war ich in Überlingen. Und da gibt es glücklicherweise auch einen Weltladen:

Schön und nicht weit vom See

Schön und nicht weit vom See. Wer mal rein möchte: Steinhausgasse 10, 88662 Überlingen

Zwei ereignisreiche Tage mit allem was zu einem Bodensee-Urlaub  gehört.

Töpfermarkt in Überlingen.

Töpfermarkt in Überlingen.

Schiff fahren!

Schiff fahren!

Jungsteinzeit und Bronzezeit entdecken

Jungsteinzeit und Bronzezeit entdecken

Und ein bisschen faul war ich auch, ich geb’s zu!

Aber dann auch gleich wieder fleißig!

Aber dann auch gleich wieder fleißig!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

Fair Trinken!

Hallo!

Nein, ich würde niemals dazu aufrufen, hart verdiente Euros in zwielichtige Kneipen zu tragen. Eher schon dazu, sie im Weltladen in die neuen Chari-Tea und Lemon-Aid-Erfrischungsgetränke zu investieren, denn

Trinken hilft!

Seit ein paar Wochen führen wir die leckeren Limonaden und Eistees, erfunden in Hamburg und jetzt auch erhältlich in vielen Weltläden!

Die Warnung hier sollte man nicht zu ernst nehmen:

Erfrischende Grüße von

Fairtradelady

Kichererbsen-Salat – fair Trade!

Hallo!

Bei mir bleibt bei diesen Temperaturen ja schon mal die Küche kalt. Und es gibt einen Salat. Und da Kichererbsen zu meinen erklärten Lieblings-Hülsenfrüchten gehören, dachte ich mir: Es ist mal wieder so weit:

Ein Rezept!

Zutaten:

100 g getrocknete Kichererbsen (W)

1/ 2 Tasse Basmati-Reis (W)

1/4 Tasse Reisnudeln (türkischer Laden oder so)

1 kg gemischte mediterrane Gemüse – Zucchini, Auberginen, Paprika aller Farben,

2 rote Zwiebeln

2 Knoblauchzehen.

Olivenöl (W)

Zitronensaft (Saft von 1 – 2 Zitronen)

Salz, Pfeffer(W), Chilipulver (W)

Minze, Rucola, Petersilie nach Geschmack (B)

Und so geht’s:

Kichererbsen über Nacht einweichen, am nächsten Tag weichkochen.

Reis und Reisnudeln mit der doppelten Menge Wasser aufsetzen und mit wenig Salz zum Kochen bringen.

Das Gemüse, auch die Zwiebeln,  in mundgerechte Stücke schneiden und im Backofen bei 180 Grad mit Olivenöl, grobem Salz und Pfeffer und allerlei Kräutern (ich nehme Rosmarin und Zitronenthymian vom Balkon) backen – so ungefähr 20 – 25 Minuten.

Wenn alles gar ist, zusammenfügen, was zusammen gehört. Nun geht es an die Würzung. Obwohl ich kein großer Fan von Riesenmengen an Kräutern bin (wer forstet das alles wieder auf, was Fernsehköche da in ihre Salate hineinschmeißen?), tut diesem Salat ein wenig Grün ganz gut, z. B. Minze.

Olivenöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Chili und durchgedrücke Knoblauchzehen dazu geben.

Etwas im Kühlschrank ziehen lassen und nochmal abschmecken. Er schmeckt am besten zimmerwarm, also frühzeitig aus dem Kühlschrank holen.

(W): Zutaten im Weltladen Eures Vertrauens erhältlich!

(B): Zutaten von Fairtradeladys Balkon.

Der Kichererbsensalat ist vegetarisch und vegan.

Ein Rezept zu dem ich kam, weil ich wirklich alle Zutaten gegart im Kühschrank rumstehen hatte und einen feinen Büffet-Salat brauchte für ein Chorfest. Man kann aber alles schön vorher kochen und vorbereiten. Man muss nicht so planlos wie ich auf ein Chorfest gehen ….

Und hier gibt es noch für alle, die ein bisschen Englisch können:

Chickpea Fun Facts:

Hier oder hier gibt es noch mehr Kichererbsen-Rezepte. Guten Appetit!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

Heavy Metal – Fair Trade!

Hallo!

Nur wenige Gegenstände, die wir im Weltladen verkaufen, sind aus Kunststoff. Sondern zum größten Teil aus Natur- oder in der Natur vorkommenden Rohstoffen. Einer davon ist Metall und um den soll es sich heute im Rahmen einer losen Reihe bei Fairtradelady, der ich mal den vorläufigen Titel: „Können Sie mir sagen, was das für ein Material ist?“ gehen. Eine der meist gefragten Fragen im Weltladen.

Beginnen wir mit einem Klassiker, den wunderschönen und allseits beliebten Stand- oder Wanduhren der Heavy Metal-Gang von Oxidos (die Rostigen). Sie bestehen aus Altmetall.

Ein anderes Metall wird von den Handwerkern in Nepal verwendet, um die schönen Klangschalen herzustellen, die es bei uns in verschiedenen Größen gibt – auch ganz klein für die Hosentaschen-Meditation. Die meisten bestehen aus Messing.

Es gab auch schon schönes Besteck und Geschirr aus Edelstahl von Noah’s Ark aus Moradabad in Indien. Und jetzt führen sie nette Metallspieße für „tasty kebabs“.

Über faires Gold verfügen wir derzeit leider noch nicht. Einbruch im Weltladen zwecklos! Das gibt es eher bei ausgewählten Juwelieren, die glücklicherweise immer zahlreicher werden.

Silberschmuck führen wir dagegen vergleichsweise in Hülle und Fülle. Ich erinnere mich allerdings daran, dass es auch zu den Recherchen zu dem Artikel schon nicht leicht war, festzustellen, ob es sich um fair geschürftes Silber handelte oder nicht. Ich bleibe dran und berichte, wenn es da Klarheit gibt.

Ganz eindeutig nicht fair hergestellt ist das Metall, aus  dem Mafhaly  in Madagaskar ihre Kunstwerke herstellen. Neben Fahrrädern gibt es noch viel viel mehr – Flugzeuge, Klein- und Großwagen aller Art und auch Traktoren.  In Hamburg habe ich mal den Nachbau der „Queen Mary II“ bestaunen dürfen.

Ein Blick in ihr Materiallager fasziniert:

Ein tolles Recycling-Projekt.

Ich hoffe, Ihr verzeiht mir, dass ich heute auch ein wenig Recycling betrieben habe…

Demnächst hier bei Fairtradelady: Ton, Steine, Scherben – und andere Materialien.

Freundlich grüßt

Fairtradelady