Das Faire Gold

Hallo!

Heute stelle ich einmal einen anderen Laden vor – mit Produkten, die wir im Weltladen nicht führen. Gold! Über andere Metalle habe ich ja schon berichtet. Vor einigen Tagen fiel mir nun die Anzeige eines neuen Juweliers ins Auge:

Faire Trauringe und anderen Schmuck findet man seit neuestem in Tübingen.

In diesem Video kann man nicht nur sehen, in was für unwegsamem Gelände dieses Gold gewonnen wird und dass es sich um kleine Kooperativen handelt, die hier schürfen. Auch der Umweltaspekt wird betrachtet. Besonders die verantwortungsvolle Verwendung von Quecksilber findet Beachtung. Auf Deutsch habe ich leider kein Video gefunden, aber die Bilder sprechen für sich, finde ich. Einen interessanten Artikel über das erste faire Gold, dass in Großbritannien verkauft wurde, gibt es hier.

Eine goldene Woche wünscht

Fairtradelady

Neue Information!

http://s1.reutersmedia.net/resources/r/?m=02&d=20110429&t=2&i=399922798&w=580&fh=&fw=&ll=&pl=&r=2011-04-29T122645Z_01_BTRE73S0YKY00_RTROPTP_0_US-BRITAIN-WEDDING-DIANA

Kate und Harry tauschten Fair Trade-Eheringe und schienen sich darüber zu freuen!

Musste ich Euch doch mitteilen, oder?

Fair Trade Rezept – Zwetschgen-Chutney

Hallo!

Schön, dass noch so viele hier lesen. Und heute gibt es mal wieder ein Rezept, eines, das ich am Sonntag ausprobiert habe. Eine würzige Soße zu Käse, Reisgerichten, aber auch zu Kartoffelpuffern oder so ….

Zwetschgen-Chutney

1,5 kg Zwetschgen, entsteint gewogen – ich habe sie geviertelt

350 g Roh-Rohrzucker, hell (W)

500 ml Apfelessig

4 große Zwiebeln

1 Chilischote – die letzte von meinem Balkon

1/4 TL Chilipulver (W) – oder mehr, wenn man es schärfer mag

2 geh. TL gemahlenen Zimt (W)

2 geh. TL gemahlenen Koriander (W)

2 geh. TL gemahlenen Kreuzkümmel (W)

1 daumengroßes Stück frischen Ingwer

Twist-off-Gläser, saubere Küchentücher etc.

In einem großen Topf gibt man die Zwetschgen, die kleingeschnittenen Zwiebeln, die Chilischote und den Zucker. Das Ganze etwas stehen lassen.

Den Ingwer reibe ich auf einer feinen Reibe, dann bleibt das Faserige übrig, Ingwer mit in den Topf geben. Die anderen Gewürze dazugeben und den Essig angießen. Erhitzen und längere Zeit kochen lassen.

Ich habe es 40 Minuten kochen lassen. Es soll ein bisschen dickflüssig werden, so richtig gelieren tut es natürlich nicht, wer es dicker möchte, kann noch ein wenig Zitronensäure zugeben.

Die Gläser sterilisieren, das mache ich mit kochendem Wasser, dann stelle ich sie kopfüber auf ein trockenes Küchentuch. Zum Füllen kurz aufstellen, das Chutney einfüllen, ganz bis an den obersten Rand und dann mit einem sterilisierten Deckel schließen. Das Glas auf den Deckel stellen und so abkühlen lassen. Wenn man ganz genau hinhört, hört man nach einer Weile ein paar ganz zarte „Plopps“. Das ist, wenn das Vakuum entsteht und die Gläser nun eine Weile haltbar bleiben. Hoffentlich wenigstens bis Weihnachten ….. Ich konnte 8 230 ml-Gläser füllen.

Alle Gewürze mit (W) sind erhältlich im wunderbaren Weltladen.

Solange es noch Zwetschgen gibt – einfach mal ausprobieren!

Guten Appetit wünscht

Fairtradelady

Noch ein Siegel – World Fair Trade Organization

Hallo!

Das Fair Trade-Siegel kennen viele Menschen. Es wird in Deutschland vom Verein Transfair vergeben und steht für Faire Produkte. Das heißt allerdings auch, dass das manchmal nur für einzelne Produkte  vergeben wird. Manchmal auch an Produkte in einem ansonsten nicht fairen Produktionsbetrieb. Dieser Ansatz ist nicht falsch und sorgt dafür, dass immer mehr Menschen fair produzierte Waren kaufen können. Es gibt diese Waren auch in Supermärkten. Hauptsächlich  handelt es sich bei diesen gesiegelten Produkten um Lebensmittel. Die WFTO sieht sich als Verteterin von mehr als 350 Mitgliedsorganisationen in 70 Ländern. Diese  lassen sich prüfen, ob sie in der gesamten Handelskette faire Standards erfüllen. Die WFTO betrachtet die gesamte Organisation, Handelsparter, Produzentengemeinschaften, Fairhandels-Häuser. Sie geht also weiter als das  Fairtrade Zeichen. Es gibt diesen Zusammenschluss internationaler Organisationen schon seit vielen Jahren. Aber erst jetzt ergibt sich auch für viele Produzenten von Kunsthandwerk die Chance, ihre Produkte siegeln zu lassen. Das Siegel erhalten sie nach einem sogenannten „Monitoring-System“.  Im Grunde ist damit eine unabhängige Überwachung – und bei der WFTO auch Unterstützung – ihrer Mitglieder gemeint.

Sie müssen die 10 Fair-Handels-Standards der WFTO einhalten:

  1. Wirtschaftllich benachteiligten Produzenten eine Chance geben
  2. Transparenz und Verantwortlichkeit – also es muss überprüft werden, wie produziert wird
  3. Handelspraktiken – auch der Handelsprozess wird überprüft
  4. Zahlung eines fairen Preises – und der wird ausgehandelt
  5. Kinderarbeit und Zwangsarbeit sind ausgeschlossen – vor allem alle ausbeuterischen Formen von Arbeit
  6. Nicht-Diskriminierung, Gleichberechtigung und Vereinigungsfreiheit werden gewährleistet
  7. Bessere Arbeitsbedingungen – Sicherheitsstandards müssen eingehalten werden
  8. Förderung der Fähigkeiten / Weiterbildung – wichtig zur Weiterentwicklung der Betriebe
  9. Förderung des Fairen Handels – das heißt auch politische Arbeit hin zu fairen Standards
  10. Umweltschutz, saubere Arbeitsbedingungen

Alle zwei Jahre treffen sich die Mitglieder der WFTO und beschließen Richtlinien, knüpfen Kontakte und bringen den Fairen Handel voran, zuletzt in Rio. Aber wenn alles gut geht, müssen wir 2015 nicht so weit fahren: die nächste Fair Trade Conference findet vielleicht zu Hause statt.  Na ja, fast ….

Darauf freut sich schon

Fairtradelady

Fairtradelady’s London

Hallo!

London ist ja meine Lieblingsreisestadt und natürlich habe ich nach gefühlten über 50 Aufenthalten schon vieles gesehen. Und so werde ich oft nach Tipps gefragt. Hier kommen meine London Top 10.

1. Es gibt sicher viele schöne Hotels in London – Ritz, Savoy etc. Aber ich wohne meistens im Bankside House. Ja, das ist ein Studentenwohnheim der London School of Economics. Ich liebe die Lage und die für Londoner Verhältnisse riesigen (Einzel-)Zimmer – allerdings mit Bad extra.

2. Meinen liebsten Garten habe ich dieses Mal erst richtig schätzen gelernt. Der Chelsea Physic Garden im gleichnamigen Stadtteil.

Wunderschön!

Wunderschön!

3. Exzellente Restaurants mit hunderten von Sternen gibt es in London – ich habe einmal gelesen, mehr als in Paris! Ich esse gerne auch ohne Stern das leckere „Hot Salt Beef“ und wunderbare Falafel:  Gaby’s Deli.

4. fairly square ist ein Fairtrade Cafè in Holborn. Lecker und unglaublich schick!

5. Viele winebars gibt es in London, aber keine ist wie diese: Gordon’s wine bar. Richtig schön gruselig und nichts für Leute mit Platzangst.

6. Mein liebster Buchladen ist Persephone Books . Hier werden (fast)vergessene Werke, meist von Frauen, des frühen 20. Jahrhunderts wiederaufgelegt und neu gedruckt. Jedes der an die 120 Bücher ist eine Zeitreise.

Bild 502Reingehen und sich wohlfühlen!

7. Meine liebste Bootsfahrt. Ich liebe Bötchenfahren überall, aber am schönsten ist die Fahrt auf dem Regent’s Canal. Sie geht los in Camden, führt vorbei am London Zoo und schließlich landet man in „Little Venice“ in der Nähe des Bahnhofs Paddington.

Bild 493

8.Mein liebstes Museum ist immer das, in dem ich zuletzt war. London hat so viele schöne Museen. Aber dieses Mal habe ich mich im Victoria & Albert Museum umgesehen. Kunst und Kunsthandwerk auf höchstem Niveau und aus vielen Jahrhunderten aus allen Ländern der Erde.

Bild 560

9. Mein liebstes Verkehrsmittel: Natürlich https://i2.wp.com/www.smh.com.au/ffxImage/urlpicture_id_1077072782787_2004/02/19/london_bus,0.jpg

10. Die größte Überraschung dieses Mal: London hat eine Seilbahn! Emirates Airline

Schweben!

Schweben!

Bevor man sich in die Höhe schwingt, kann man noch einen Kaffee trinken. Ist das die Zukunft?

N/A heißt "Not available" - nicht erhältlich.

N/A heißt „Not available“ – nicht erhältlich.

Kein Wunder – schließlich ist London die größte Fairtrade Town der Welt.

Freundlich grüßt

Fairtradelady