Weihnachtsgeschenke

Hallo!

Die Weihnachtsfeiertage sind ja vorbei aber die Geschenke bleiben …. Vielfach ist das ein Segen, aber bei weitem nicht immer!

Es gibt nämlich Geschenke, bei denen man sich doch überlegt, was sich der Schenkende dabei gedacht hat.

Ich denke da an so etwas. (Etwas länger draufbleiben!)

Es ist mir ein Rätsel, wie die ernst bleiben können. Aber vielleicht gewöhnt man sich daran? Ich fürchte, es wird noch eine Weile dauern, bis es sie in Fair Trade-Version gibt.

Was habt ihr denn so bekommen? Bei mir gab es nichts Faires, aber das ist auch kein Wunder – schließlich kann ich mir das ja selber kaufen. Aber ich bin hoch zufrieden mit meinen Geschenken. Bücher, Kalender, Parfüm, eine Konzertkarte, schöne Kerzen und viele Weihnachtskarten. Wunderbar.

Verschenkt habe ich faire Schokolade, Käsegebäck, Tee, Seife etc. und hoffe, dass es gefällt. Bis jetzt hat sich noch niemand beschwert.

Ich freue mich auf das nächste Jahr mit mehr Laufen, Freude und Fairness.

Freundlich grüßt

Fairtradelady

 

 

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Nikolaus – jetzt total fair!

Hallo!

Schon gemerkt? Es ist wieder Zeit, an den Nikolaus zu denken! Genau genommen ist es heute schon ein bisschen spät, an den Nikolaus zu denken, denn

DSCN1697[1]

…. sie sind schon längst wieder unter uns!

Und morgen vermutlich in so manchem Stiefel, denn bei uns im Weltladen sind sie ausverkauft. Es gibt sie auch noch in der Bischoffs-Version:

DSCN1699[1]Alle sind von der GEPA, der nachhaltigsten Marke Deutschlands.

Hier geht es zwar um die Tafeln, aber auch für die Nikoläuse gilt das gleiche Prinzip.

Mit der Nachhaltigkeit der Nikoläuse und Bischöfe selbst ist es nicht so gut bestellt. Kaum verschenkt, schon verspeist. Aber dazu sind sie ja auch da. Bei der Aufbewahrung von Schokolade sollte man sich nicht vom Nachhaltigkeitsgedanken inspirieren lassen, nicht nur bei Nikoläusen

meint

Fairtradelady

Fairtradelady – kriminell!

Hallo!

Diese kreative Pause habe ich wirklich gebraucht. Genau genommen war es keine Pause, denn ich habe wieder an diesem Projekt teilgenommen und 50 000 Wörter geschrieben. Jetzt geht es aber hier weiter.

Es wird Zeit, dass ich mich zu meiner kriminellen Vergangenheit bekenne. Schließlich lesen hier einige meine Beiträge und sind der Überzeugung, dass es sich bei Fairtradelady um eine unbescholtene Bürgerin handelt. Das war nicht immer so!

Wie viele in meiner Jugend war ich in Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre ein Riesen-Tee-Fan. Kaffee war damals ein Alte-Leute-Getränk, oder eines, das man bei Ferienjobs in Büros zwangsweise eingeflößt bekam. Nichts was mir schmeckte. Vielleicht muss ich dazu sagen, dass ich von Süddeutschland spreche, im Norden sah das vielleicht etwas anders aus.

Ich bin damals schon immer gerne nach Großbritannien gefahren – Bus – Zug – Schiff – Zug – dann weiter per Anhalter. In England gab es Tee, sehr guten Tee. Und es gab, Großbritannien war noch nicht EU-Mitglied (oder wie das damals hieß – EWG?) strikte Vorschriften, was ein- oder ausgeführt werden durfte. Unter anderem sahen diese Vorschriften die Aus- oder Einfuhr von 125 Gramm Schwarztee vor. 125 Gramm? Das trank ich damals ungefähr in einer Woche. Also habe ich mehrmals(!), mit Absicht (!) und bei vollem Bewusstsein Schmuggel betrieben. Ein Drittel meines Rucksacks (mit Metallgestell außen!) wurde vor der Heimfahrt immer gut gefüllt mit leckerem Tee. Bezogen habe ich ihn von einem meiner Lieblingsläden, dem

A Dalek exhibition at the Ceylon Tea Centre in Lower Regent Street in London in 1972. Vernon Corea first visited the Tea Centre in 1970.

damals noch in der Regent Street in London. Wiederholt habe ich auch Freundinnen dazu animiert, für mich Tee zu schmuggeln. Anstiftung nennt man das wohl.

So, nun ist es raus. Das Ceylon Tea Centre gibt es in dieser Form und an diesem Platz nicht mehr. Fotos habe ich damals keine gemacht, schließlich dachte ich, es würde ewig bestehen. Und auch dieses Bild existiert nur noch, weil das Centre 1972 einen Wettbewerb der BBC gewann und in ihrem Schaufenster ein damals sehr berühmtes Requisit aus der Science Fiction-Serie „Dr. Who“ ausstellen durften. Das war ein wenig vor meiner Zeit.

Und heute? Sind Fairtradeladys Schandtaten vermutlich verjährt. Und was noch besser ist: Man kann heute in jeden Weltladen hineinspazieren und wunderbaren fairen Ceylon-Tee kaufen, ohne sich strafbar zu machen.

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Und er schmeckt immer noch genauso gut wie damals.

Freundlich grüßt

Fairtradelady