Fair einkaufen – aber wie?

Hallo!

Ja, das ist die Frage, die sich viele Verbraucher stellen. Man findet das eine oder andere faire Produkt im Supermarkt, man hört von den Kindern, die auf afrikanischen Kakaoplantagen schuften müssen, von Farmarbeitern, die durch die Pestizide, die auf Kaffee, Bananen, Blumen und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse aufgebracht werden, krank werden. Da muss man doch was tun!

Hier setzt das Buch an, das ich heute vorstelle: Fair einkaufen – aber wie? von der Journalistin Martina Hahn und dem Diplom-Betriebswirt Frank Herrmann geschrieben, liefert Antworten. Von fair gehandelten Bällen bis zur Geldanlage, von der fairen Reise bis zur Kosmetik, vom Kaffee bis zur privaten Altersvorsorge – in diesem Buch findet man alles, was man als Konsument wissen möchte.

Und das ist auch dringend nötig. Denn wir sind beschämenderweise Schlusslicht im europäischen Vergleich, was den Kauf von fairen Handelsgütern angeht. Nur 2,06 Euro gab der Durchschnittsdeutsche im Jahr 2008 für faire Produkte aus. Ich darf gar nicht daran denken, wie viele Deutsche allein ich in dem Jahr mit durchgefüttert habe! In Österreich sind es immerhin 7,81 Euro, in der Schweiz sogar (umgerechnet) 21,90 Euro. Ich weiß nicht, wie es dem geneigten Leser geht, aber ich finde das auch immer noch ziemlich wenig.

Man kann das ändern. Und das Buch heißt im Untertitel: Der Ratgeber für Fairen Handel, für Mode, Geld, Reisen und Genuss!

Wer ein wenig mehr Geld für den Fairen Genuss übrig haben möchte und sich das Buch nicht leisten kann, wird vielleicht in der Bibliothek fündig.

So sieht es aus, wenn man es bei schlechtem Licht am Abend fotografiert und nicht weiß, ob man den Blitz verwenden soll oder nicht:

Hier kann man das Buch bestellen.

Oder man findet es im freundlichen, gut sortierten Weltladen.

Sonntägliche Grüße von

Fairtradelady

Grünteehähnchen mit Zitronenreis.

Hallo!

Das sind  peinliche Momente für mich im Weltladen: Ich koche etwas, entweder für eine Veranstaltung oder für eine Verkostung im Laden und bekomme die Frage: „Fairtradelady, hast du mir das Rezept?“

Meistens muss ich da passen – ich koche so pi mal Daumen, würze etwas nach, noch ein bisschen Brühe, ein bisschen mehr Kokosmilch und hoppla, schon stimmt es mit den ehernen Gesetzen des geschriebenen Rezepts nicht mehr überein.

Beschwert hat sich zwar noch niemand aber …. hier bringe ich lieber Rezepte aus verlässlichen Quellen, verbessern mit einem bisschen hiermit und damit dürft ihr dann selber experimentieren.

Also, hier kommt es geflogen, das

Grünteehähnchen mit Zitronenreis (für 4 Personen – auch das eine Angabe, die ich meistens vergesse!)

Man nehme:

eine Nacht zum Marinieren plus 10 Minuten Vorbereitungszeit – das heißt rechtzeitig anfangen!

4 Beutel Grüntee (W)

abgeriebene Schale und Saft von 4 unbehandelten Zitronen

2 Essl. flüssiger Honig (W)

4 Hähnchenbrustfilets

200 g Basmatireis (W)

Salz und Pfeffer (W)

3 Essl. Olivenöl (W)

Schnittlauchröllchen

Die Teebeutel, die Zitronenschale und den Honig in eine große Schale geben und 200 ml heißes Wasser dazugießen. Sobald die Mischung abgekühlt ist, die Hähnchenbrustfilets hineinlegen, zudecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag den Reis nach Packungsanweisung garen, dann, je nach Garmethode abgießen oder ausdämpfen lassen, bis zum Servieren warmstellen.

Das Hähnchen aus der Marinade nehmen, trocken tupfen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Die Marinade wegschütten.

In einer Grillpfanne 1 Essl. Olivenöl erhitzen und die Hähnchenbrustfelets von beiden Seiten je 4 – 5 Minuten braten, bis sie durchgegart und schön gebräunt sind.

Dem Zitronensaft, 2 Essl. Olivenöl und den Schnittlauch unter den Reis ziehen und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Reis in Schalen füllen und diese mit den Hähnchenbrustfelets auf Tellern anrichten. Sofort servieren. Grüner Spargel oder Brokkoli passen gut dazu.

(W) = erhältlich in eurem freundlichen Weltladen.

Lecker mit diesem Reis!

Guten Appetit!

wünscht

 Fairtradelady

Karibischer Bananensalat

Hallo!

Heute gibt es ein ungewöhnliches Rezept. Ich kann mich nicht erinnern, das jemals irgendwo anders gelesen zu haben, aber es stammt ja auch aus diesem wunderbaren Kochbuch! Hier gibt es auch schön was zu gucken, denn, wie Heidi Klum sagen würde: Ich habe heute leider kein Foto für euch!

Also hier kommt er, der karibische Bananensalat:

4 Knoblauchzehen, zerdrückt

60 g mit Paprikapaste gefüllte grüne Oliven, in Scheiben geschnitten

2 kleine rote Zwiebeln in Ringen, einige zum Garnieren

1 Lorbeerblatt (W)

120 ml Olivenöl (W)

120 ml Weißweinessig

Saft einer Limette

Salz und Pfeffer (W)

1 kg sehr grüne, unreife Bananen oder Kochbananen –  (W) oder Asialaden

(W) wie immer: im lieblichen Weltladen. Wer die Bananen dort grün bekommen möchte, muss vielleicht vorher anrufen!

In einer großen Schüssel Knoblauch, Oliven, Zwiebelringe mit Lorbeerblatt, Olivenöl, Essig und Limettensaft und Salz und Pfeffer verrühren. Beiseitestellen.

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Inzwischen von den Bananen die Enden abschneiden und die Schalen längs aufschlitzen, nicht abziehen.

Die Bananen einige Mituten im sprudelnd kochenden Wasser garen. Sie sollen weich werden, sich aber trotzdem noch fest anfühlen. Abgießen und sofort in Eiswasser lebe, bis sie nach etwa 5 Minuten ausgekühlt sind. Dann schälen, in etwa 2 cm dicke Scheiben schneiden, diese in die Schüssel mit der Knoblauch-Zwiebel-Mischung geben. Den Salat gründlich durchmischen, mit ein paar Zwiebelringen garnieren.

Das Rezept ist eine echte Mutprobe. Schmeckt aber super! Viel Spaß beim Ausprobieren!

Herzliche Grüße von

Fairtradelady