40 Jahre GEPA

Hallo!

Ich habe ja schon in einigen anderen Beiträgen über das Jubiläum geschrieben. Aber es gibt so ein schönes Video, das ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Ich hätte mir etwas hübschere Musik gewünscht – aber die Glückwünsche sind so nett und zu Herzen gehend:

Noch weiterhin einen schönen Sommer wünscht

Fairtradelady

Weltladen-Fachtage Bad Hersfeld

Hallo!

Jedes Jahr Mitte bis Ende Juni treffen sich Weltladen-Aktive, Lieferanten und viele, die sich für Fairen Handel interessieren in Bad Hersfeld zu den Fachtagen und der Mitgliederversammlung unseres Verbandes. Ich war mit einer Kollegin auch wieder dabei.

Immer geht es dabei um die neuesten Trends bei Produkten, um Vernetzung und Gedankenaustausch. Man freut sich, wenn man Leute trifft, die man schon kennt oder neue Kontakte knüpft, wie das bei einem Branchentreffen eben so üblich ist.

Ein großes Thema in diesem Jahr war die neue Kennzeichnung vor allem kunsthandwerklicher Waren durch die WFTO und die Erfahrungen, die damit gemacht wurden. Unser Dachverband listet ebenfalls Lieferanten, die fair handeln und dahingehend überprüft werden, in seinem Lieferantenkatalog, nach dem wir uns im Einkauf richten.

Wohin das alles führt? Vielleicht zu einer „Marke Weltladen“? Auch darüber wurde diskutiert. Schon jetzt kann ja die Herkunft und Herstellung unserer Waren nachvollzogen werden:

Das bleibt spannend!

Und dann gab es auch noch Besuch aus Nepal. Chitra, der Geschäftsführer von New Sadle, einem Lieferanten, von dem wir unsere Filzartikel beziehen, sagte sinngemäß ungefähr folgendes:

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Ich gebe den Dank weiter an alle, die Nepal unterstützt haben.

Sehr interessant war auch die Veranstaltung mit zwei jungen peruanischen Fotografinnen von Fair Mail.

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Eine davon berichtet uns gerade von einer Fotoreise, die sie unternommen hat und bei der sie schöne Portraits aufgenommen hat.

Aber was wären die Fachtage ohne lange Abende, an denen man beisammensitzt und sich austauscht. Sonst wäre ich vielleicht nie auf  dieses Angebot gestoßen:http://www.spillmann.de/fileadmin/user_upload/Dateien_zum_Download/Kataloge/Kataloge_2015/5492-011-fairreisen-2015-flyer-druckdaten-flyeralarm-spil.pdf

Und hätte auch zur Feier des 40. Bestehens unseres Dachverbandes niemals einen Lufballon steigen lassen:

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Und für die Zukunft wünschen wir uns natürlich alle:

 

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Freundlich grüßt

Fairtradelady

Kuchen-Transporter

Hallo!

Gerade haben wir über Kaffee gesprochen. Ist das schon wieder zwei Wochen her? Ich schreibe hier immer mal wieder über Kaffee, zum Beispiel hier. Eigentlich schreibe und rede ich viel über Kaffee und trinke vermutlich noch viel mehr davon.

Aber was ist mit Kuchen? Gehört der bei euch zum Kaffee dazu? Ich halte mich bei Kuchen immer etwas zurück und mag ihn auch nicht ganz so sehr und im Kuchenbacken bin ich eine Niete. Vielleicht gibt es deshalb hier bei Fairtradelady nur zwei  Kuchenrezepte, hier und hier:hier. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nur den Mango-Streusel-Kuchen selbst ausprobiert habe. Aber viele, die ich kenne, backen gerne und lieben Kuchen. Und was tut man, wenn Kuchen und Kaffee zu weit auseinanderliegen?

Genau, man muss den Kuchen transportieren.

Rund - wie die meisten Kuchen ja auch!

Rund – wie die meisten Kuchen ja auch!

Ist das nicht etwas, worauf wir immer gewartet haben? Zumal man auch Torten, Salat- und Dessertschalen darin transportieren kann.

Hergestellt werden die Taschen in vielen bunten Farben bei colombo3 in Sri Lanka. Entstanden ist das Projekt aus der Sri Lanka-Hilfe nach dem Tsunami von 2004.

Colombo 3 war also erst einmal ein Verein, nämlich auxilio venire e. V., dann auch eine Organisation in Sri Lanka (diryalanka)  und dann eine Fair-Handels-Genossenschaft.

In Sri Lanka können Frauen, die sonst auf dem Arbeitsmarkt keine Chancen hätten, ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familien bestreiten. Viele haben durch den Tsunami 2004 ihre Ehemänner verloren. Die 50 Frauen, die für diryalanka arbeiten, wurden sorgfältig ausgebildet, auch in der traditionellen Batik-Kunst.

Sie stellen wunderschöne Sachen her, Kleider, Taschen, Spielzeug und auch Bettwäsche. In der kann man dann von leckeren Kuchen träumen ….

Freundlich grüßt

Fairtradelady

Kaffee – so oder so ….

Hallo!

Nach einer kleinen kreativen Pause geht es jetzt bei Fairtradelady weiter. Und es geht mal wieder um Kaffee.

Wie wird Euer Kaffee gebrüht? Vollautomatisch mit stylischer Maschine, elektronisch – sozusagen digital?

Oder lasst Ihr brühen?

Ich finde das unglaublich faszinierend. Der Geschmack! Die Crema! Dieses Können! Ich durfte auf einigen Veranstaltungen den Baristas von Cafè Si zusehen. Und der Kaffee schmeckt auch entsprechend köstlich!

Im Moment trinke ich gerade jeden Morgen Kaffee aus Nepal. Eigentlich habe ihn gekauft, weil ich Nepal unterstützen wollte (und weil ich immer alle neuen Kaffees im Weltladen probieren muss!) Er wird an den Hängen des Himalaya von Hand gepflückt und sonnengetrocknet. Es wächst dort also nicht nur Tee. Der Kaffee von der Kooperative Lalitpur ist sehr lecker, mild und trotzdem sehr aromatisch. Auf der Verpackung lese ich etwas von einem Anklang von Limette. Jetzt, wo ich das gelesen habe ….

Bio Kaffee Lalitpur  Foto von der GEPA

Meistens gibt es bei mir nämlich Kaffee daheim. Morgens kann ich mich einfach noch nicht mit Unterextraktion und  Tampern beschäftigen und meine Milch möchte ich auch noch nicht rollen lassen. Ich bin schon froh, wenn sie mir nicht aus dem Kühlschrank entgegenrollt!

So sieht das bei mir aus.

So sieht das bei mir aus.  Eine Bloggerin hat das wunderschön ausgedrückt: Analog-Kaffee!

Aber vielleicht seid Ihr ja schon kreativer am Morgen. Dann habe ich noch ein paar Anregungen:

Freundlich grüßt

Fairtradelady

Nepal

Hallo!

Inzwischen hat wohl schon jeder von dem schrecklichen Unglück in Nepal gehört. Während ich mir am Sonntag über Butterpilze aus Ecuador Gedanken machte, bebte am anderen Ende der Welt die Erde und schickte unzählige Menschen ins Unglück und in den Tod.

Keine der Fairhandels-Organisationen ist darauf eingestellt, Wasser, Strom, oder medizinische Hilfsgüter in die betroffene Region zu transportieren. Normalerweise geschieht der Transport von Waren in die andere Richtung. Viele Kunsthandwerker, meist kleine Betriebe, haben ihre Werkstätten und viele auch ihre Häuser verloren. Sie stehen vor dem Nichts.

Es wird eine Zeit danach geben. Wenn das letzte Nachbeben verklungen ist, brauchen alle in Nepal wieder Hoffnung auf einen Neubeginn. Bekannte Bergsteiger haben ja schon darüber berichtet, wie wichtig der Tourismus für das Land ist. Aber auch das Kunsthandwerk ist ein Wirtschaftszweig, der sehr viele Menschen in der Region ernährt und bescheidenen Wohlstand bringt.

Die meisten Handelshäuser und -organisationen haben Spendenkonten eingerichtet. Einige haben auch Patenschaften für Waisen- und Krankenhäuser übernommen. Ich verlinke hier mal so gut  es geht, wie sich die Situation für diejenigen, die regelmäßig mit den Menschen in Nepal zusammenarbeiten, darstellt.

Titelbild Nepal Erdbeben

http://www.contigo.de/contigo/cms/front_content.php?idart=49

http://www.el-puente.de/lilac_cms/de/66,,news,news_details,2,589/News/Aktuelles/Erdbeben-in-Nepal.html

Jeder Euro zählt. Fairtradeladys Euros gehen auf eines der angegebenen Konten.

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Eure vielleicht auch?

Vielen Dank! धन्यबाद

Fairtradelady

Faire Pilze!

Hallo!

Übertreibt sie es jetzt nicht ein bisschen? So höre ich Euch sagen. Kaffee, Tee, Schokolade, Handtaschen, Tücher, alles schön und gut – aber Pilze?

Doch, doch, das hat seine Richtigkeit. Aus Südamerika kommen die leckeren Butterpilze, mit denen ich gerne koche.

Butterpilz - Suillus luteus

Butterpilz – Suillus luteus – in getrockneter Form

Wie kommt er in den Weltladen, der Pilz?

Er wächst in den Anden im Ort Salinas, in Ecuador, wo früher Salzminen ausgebeutet wurden, auf fast 4000 m Höhe. Seit mehr als 35 Jahren gibt es in Salinas Projekte, die Verdienstmöglichkeiten schaffen sollen, um der Abwanderung der Jugendlichen entgegenzuwirken. Ein Aufforstungsprogramm, das in der Gegend betrieben wurde, wirkt gegen die Bodenerosion und der entstehende Pinienwald begünstigt den Wuchs des Butterpilzes. Als Pilotprojekt der italienlischen Fairhandelsorganisation CTM wurden ab 1985 die Pilze getrocknet, weiterverarbeitet und verpackt. Die Italiener wissen schließlich, was gut ist! Es sind in Salinas auch Käsereien und Bäckereien entstanden, aber deren Produkte nach Deutschland zu exportieren, wäre wohl etwas mühsam und nicht von Erfolg gekrönt.

Die Pilze sind ein durch und durch faires Produkt, da von der Sammlung bis hin zu der Vermarktung alles in den Händen der Produzenten – oder besser, der Sammler, liegt. (Informationen von http://www.el-puente.de/)

Und wie schmecken sie?

Nicht umsonst gehören sie zu den Steinpilzarten und so kann man sie zu allem verwenden, wozu man getrocknete Steinpilze braucht. Ich gebe sie gerne in Brühen und Soßen, denen sie ein schönes Pilzaroma verleihen. Einfach in Wasser einweichen und nicht vergessen, das Einweichwasser aufzubewahren. Wie zum Beispiel in meinem Lieblingscurry:

Thai-Curry (na ja, so ähnlich…..)

Zutaten:

200 g Karotten,                                                                                                                         3 Frühlingszwiebeln,                                                                                                               1 Knoblauchzehe,                                                                                                                   1 Zucchino,                                                                                                                           150 g Champignons,                                                                                                             100 g Weißkohl,                                                                                                                      5 – 6 Stücke getrocknete Butterpilze ( W),                                                                               2 Teelöffel Thai-Curry-Paste, rot  (W),                                                                                 1/2 bis 1 ganze kleine Dose Kokosmilch  (W) ,                                                                        1 – 2 EL Öl,                                                                                                                            Salz  (W),                                                                                                                            Pfeffer  (W)

Wie immer – alles mit (W) erhältlich im Weltladen Eures Vertrauens. Alles andere im einschlägigen Lebensmitteleinzelhandel oder auf dem Markt.

Die Butterpilze einweichen. Die Karotten, Zwiebeln, die Knoblauchzehe, den Zucchino, die Champignons und den Weißkohl klein schneiden. Die Butterpilze sind nach etwa 15 Minuten weich, so lang dauert es praktischerweise bei mir auch, bis ich alles geschnitten habe.

Anrufbeantworter einschalten! Ab jetzt geht alles ziemlich schnell!

Öl in einer großen Pfanne oder im Wok erhitzen. Die Zwiebeln und den Knoblauch anbraten. Wenn sie beginnen, etwas zu bräunen, die Karotte und Weißkohl dazugeben. Gut rühren! Nach 2 Minuten etwas Einweichwasser von den Butterpilzen zugießen. Nach 3 Minuten die Pilze und den Zucchino dazu geben, auch die ebenfalls klein geschnittenen Butterpilze. Die zwei Teelöffel Thai-Curry-Paste dazu geben und etwas trocken anbraten. Dann den Rest des Einweichwassers dazu geben und eventuell noch etwas mehr Wasser. Den Deckel auflegen. Die Hitze runterschalten. Etwa 5 – 7 Minuten warten und danach probieren, ob alles weich ist. Die Kokosmilch zugießen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu am besten Reis servieren. Fertig!

Lecker kann ich nur sagen!

Lecker kann ich nur sagen!

Guten Appetit

wünscht

Fairtradelady

Tag des fairen ….. Schlübbers!

Hallo!

Lang ersehnt und heiß erfleht! Endlich ist es so weit. Der 13. April ist der „Tag des Fairen Schlübbers“! (Leser aus Süddeutschland fügen für die „bb“ ein „pf“ ein und, ja, die für Männer heißen auch so.) Das Ganze kommt sehr lustig daher, wie sowieso alle Berichte über Unterwäsche, ob fair oder nicht immer mit einer gewissen Komik verbunden zu sein scheinen.

Die Argumentation der Initiatoren ist aber so einfach wie einleuchtend. Gerade wer nicht viel Geld hat und trotzdem etwas Faires tragen möchte, kommt um das „Darunter“ nicht herum. Denn alle hier angegebenen Quellen – ich verlinke zu der  Facebook-Seite – verkaufen die Schlübbers zu durchaus annehmbaren Preisen. Lustig finde ich, dass als Angabe darüber, wann die Aktion stattfindet, „5.00 – 8.00 Uhr“ steht. Das ist wohl die Zeit, zu der faire Schlübbers angezogen werden sollen. Und, ja, es gibt sie auch in unserem Weltladen, aber erst ab 9.30 Uhr.

Mit fairer Unterwäsche habe ich mich schon einmal beschäftigt. Damals gab es sie nur in Großbritannien.

Schlübber bestehen zum größten Teil aus Baumwolle. Und da ist es wichtig, darauf zu achten, dass sowohl der Anbau des Grundstoffes als auch die Verarbeitung zu Schlübbers fair stattfindet. Utopia hat einige Unternehmen zusammengetragen, bei denen das der Fall ist.

Allerdings – da diese Kleidungsstücke im Normalfall ja nur wenigen auserwählten Personen gezeigt werden, eignen sie sich nicht zum Angeben mit der eigenen Fairness! Da muss es dann schon etwas Faires darüber sein. Haben wir auch!

Oder so:

Freundlich grüßt

Fairtradelady