Für faire Herren, Damen, Kinder ….

Hallo!

Zu meiner Jugend gab es eine Sorte Schokolade, die nannte sich „Herren-Schokolade“. Sie zeichnete sich durch ihre dunkle Farbe aus, ihre schwarz-goldene Verpackung und die Tatsache, dass sie für Kinder scheußlich schmeckte, auch für mich. Das führte dazu, dass mir Herren damals von Herzen leid taten, dass sie diese Schokolade essen mussten.

Selbst die hartnäckigsten Versuche, mich davon zu überzeugen, dass dunkle Schokolade besser, echter und sogar irgendwie gesünder sein sollte, fruchteten nicht. Ich wurde erwachsen und mochte immer noch Milchschokolade. Und war weiterhin der Meinung, dass ich und die meisten anderen Leute Schokolade nicht wegen ihrer gesunden Inhaltsstoffe essen.

Inzwischen esse ich nicht mehr so viel Schokolade wie früher, aber immer noch am liebsten „helle“. Also Damen-Schokolade sozusagen.

Wie schön, dass man sich im Weltladen nicht unbedingt entscheiden muss. Es gibt ganz dunkle, helle, und sogar weiße Schokolade bei uns.

Dunkle Schokolade zum Probieren im Weltladen - viele Herren waren noch nicht da ....

Dunkle Schokolade zum Probieren im Weltladen. Viele Herren waren noch nicht da ….

Am letzten Freitag gab es im Weltladen unter anderem eine Verkostung der 95 %igen Schokolade aus Sao Tomé.

(Bild von GEPA)

Was für eine Knochenarbeit der Anbau und die Verarbeitung von Kakao ist, kann man in diesem Video sehr gut sehen:

Also habe ich auch ein Stückchen probiert – und was soll ich sagen? Sie schmeckt eigentlich ganz gut, die Bio-Schokolade aus Sao Tomé. Auch ohne Milch.

Das heißt aber nicht, dass aus mir jetzt ein Fairtrade-Gentleman geworden ist.

Herzlich grüßt noch immer

Fairtradelady

Advertisements

Gold kann ja jeder ….

Hallo!

Über Schmuck aus Fairem Handel habe ich ja schon öfter berichtet. Es gibt ihn aus den unterschiedlichsten Materialien. Aber manchmal ist es doch erstaunlich, auf welche Ideen Menschen kommen um sich – und andere – zu schmücken.

Machen wir doch mal einen Test.

Aus welchem Material könnten diese Schmuckstücke sein? Na?

DSCN2502[1]

Also gut, machen wir das Ganze etwas größer.DSCN2501[1]

Ich sag’s euch: es handelt sich bei dem Material um Scoobie Wire. Hättet ihr nicht gedacht, oder? Und was ist Scoobie Wire? So heißt in Südafrika, wo dieser Schmuck hergestellt wird, der Telefondraht.

Bei uSisi Designs in Pietermaritzburg arbeiten mehr als 100 Frauen, die diesen Schmuck in traditioneller Flechttechnik herstellen – nur eben aus modernen Materialien. Die Kunsthandwerkerinnen arbeiten von zu Hause aus, so dass sie für Kinder und Haushalt da sein können. Auch entfallen so die täglichen Fahrtkosten. Ein- oder zweimal in der Woche kommen die Frauen in den Workshop, um die Roh-Materialen und Anleitungen zu erhalten. Durch ihre Arbeit können ihre Kinder zur Schule gehen und viele wichtige Anschaffungen getätigt werden, z. B. um ihre Häuser besser auszubauen und zu befestigen.

Ihren Bestseller, das Spiralarmband (hier in Rosa/Lila-Tönen) kann man inzwischen in Amerika, Australien, Japan und auch Europa kaufen. Zum Beispiel in eurem liebenswerten Weltladen!

Von ihren schönen Designs kann man sich auch auf ihrer website inspirieren lassen.

Normalerweise werden Telefonkabel ja so verarbeitet:

(Foto: Märkische Allgemeine Zeitung)

Aber das sieht doch bei uSisi viel hübscher aus!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

 

 

 

Nikolaus – jetzt total fair!

Hallo!

Schon gemerkt? Es ist wieder Zeit, an den Nikolaus zu denken! Genau genommen ist es heute schon ein bisschen spät, an den Nikolaus zu denken, denn

DSCN1697[1]

…. sie sind schon längst wieder unter uns!

Und morgen vermutlich in so manchem Stiefel, denn bei uns im Weltladen sind sie ausverkauft. Es gibt sie auch noch in der Bischoffs-Version:

DSCN1699[1]Alle sind von der GEPA, der nachhaltigsten Marke Deutschlands.

Hier geht es zwar um die Tafeln, aber auch für die Nikoläuse gilt das gleiche Prinzip.

Mit der Nachhaltigkeit der Nikoläuse und Bischöfe selbst ist es nicht so gut bestellt. Kaum verschenkt, schon verspeist. Aber dazu sind sie ja auch da. Bei der Aufbewahrung von Schokolade sollte man sich nicht vom Nachhaltigkeitsgedanken inspirieren lassen, nicht nur bei Nikoläusen

meint

Fairtradelady

Tierisches Design

Hallo!

Was habt Ihr auf Euren T-shirts? Sind sie einfarbig oder gemustert? Macht Ihr Werbung für Musikgruppen, Vereine, Nationen, Veranstaltungen?

Oder darf es vielleicht sogar Kunst sein? In den Museen der Welt findet man die großen Kunstwerke auch auf Kleidungsstücke übertragen – Gauguin, Van Gogh, Picasso, alle betätigen sich (wenn auch meist posthum) als Designer von modischen Shirts.

Etwas Besonderes hat sich das Mode-Label ajoofa ausgedacht. Warum nicht einmal unsere nächsten Verwandten, die Affen, als Designer entdecken?

Wie man sich das vorstellen kann? Ungefähr so:

Es sind noch verschiedene Designer in diesem Projekt. Die Kombination aus Tierbeschäftigung, fairen T-shirts und Hilfe für wildlebende Primaten ist ziemlich einmalig.

Ehrlich gesagt habe ich auch erst einmal geschmunzelt, vor allem darüber:

Aber warum sollten Barito und Buschi und ihre KollegInnen nicht bald in den Mode-Olymp aufsteigen? Am nötigen Selbstbewusstsein scheint es ihnen nicht zu fehlen.

Im Weltladen führen wir die T-shirts nicht, aber wer weiß? Was nicht ist kann ja noch kommen.

Tierisch grüßt

Fairtradelady

 

Faires Praktikum

Hallo!

Häufig haben wir im Weltladen Praktikanten und Praktikantinnen bei uns. Sie kommen im Rahmen eines Sozialpraktikums zu uns. Das ist verpflichtend für Schüler und Schülerinnen in der 8. Klasse der Realschule und der 9. Klasse des Gymnasiums. Sie sind dann meistens eine ganze Woche bei uns und lernen viel über den Fairen Handel, z. B. über die Konvention der Weltläden, bereiten über ihren Einsatz eine Präsentation für ihre Klasse vor und sind uns bei einigen Tätigkeiten eine wertvolle Hilfe. Sie füllen Regale auf, machen Kaffee, helfen bei der Dekoration, zeichnen Ware aus und dürfen auch manchmal an die Kasse. Fairtradelady hat die Ehre, sie zu begleiten, in die Weltladenarbeit einzuführen und ist Fragen die zuständige Ansprechpartnerin.

Aber nicht nur die Jugendlichen haben Fragen, auch wir:

Was gefällt Euch am Weltladen?

Was ist Euer Lieblingsprodukt?

Könntet Ihr Euch vorstellen, öfter mal im Weltladen zu kaufen?

Was könnten wir besser machen, um für Jugendliche noch attraktiver zu werden?

Unserer Praktikantin, die letzte Woche da war, habe ich deshalb meine Kamera in die Hand gedrückt und sie hat fotografiert, was ihr gefiel. Eine ganze Menge!

Fairtradelady kann jetzt also Bilder aus dem sommerlichen Weltladen präsentieren:

DSCN1472[1]

Zum Genießen: Leckere Soßen.

 

 

 

DSCN1462[1]

Zum Relaxen: Hängematten und Kissen.

 

 

 

 

 

DSCN1444[1]

Zum Feiern: Glückwunschkarten aus Recyclingmaterialien aus Kenia.

 

 

 

 

DSCN1478[1]

Zum Schmücken: Vögel und Schmetterlinge.

 

 

 

 

DSCN1439[1]

Zur Erfrischung: Charitea und Lemonaid.

 

 

 

 

 

 

Sommerlich grüßt

Fairtradelady

Das faire Rezept: Avocado-Mango-Salat

Hallo!

Ich habe es ja versprochen! Heute gibt es einen Bericht und Bild von meinem Salatexperiment.

Ich habe mich von diesem Rezept inspirieren lassen:

Avocado-Mango-Salat

1 reife Mango (W)

1 reife Avocado

Zitronensaft

Meersalz (W)

schwarzer Pfeffer (W)

Balsamico-Essig ( im Weltladen gibt es einen Mango-Balsamico – den habe ich aber leider nicht da gehabt)

Zitronensaft

Olivenöl (W)

Basilikum und/oder Minze (B)

(W) erhältlich im Weltladen Eures Vertrauens

(B) erhältlich auf Fairtradeladys Balkon

Avocado und Mango in kleine Stücke schneiden, anmachen mit den übrigen Zutaten, je nach Geschmack – der schwarze Pfeffer macht sich richtig gut mit der süßen Mango! Das war’s schon – zeitlich hält sich der Aufwand also in Grenzen.

DSCN1405[1]Sieht das nicht lecker aus?

Leider sind die Mangos bald weg, aber hier gibt es noch ein Rezept!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

Faire Mangos

Hallo!

Sie sind wieder da! Wenn man den Weltladen betritt, kommt einem ein betörender Duft entgegen. Nicht sehr lange, aber noch gibt es sie:

Und sie sind so unfassbar lecker!

Dieses Jahr sind sie noch unfassbarer leckererer als sonst! Und das will was heißen!

Sie kommen zu uns aus Burkina Faso, wo sie ganz frisch geerntet und von wo sie (ausnahmsweise!) per Flugzeug nach Paris transportiert werden. Dort holen die verschiedenen Hilfsorganisationen sie ab und verteilen sie an Aktionsgruppen, Bürogemeinschaften, Kirchengemeinden und Weltläden. Vom Erlös der Mangos werden in Burkina Faso Schulen gebaut. Ziel ist es, das Land flächendeckend mit Schulen zu versorgen, länger als 8 km sollte ein Schulweg für die Kinder nicht sein, denn der wird größtenteils noch zu Fuß bewältigt. Hier kann man alles Wissenswerte erfahren.

Alle, die mit geographischen Gegebenheiten ihre Schwierigkeiten haben (z. B. ich), können hier sehen, wo Burkina Faso liegt:

https://i1.wp.com/www.alliance3000.org/images/burkina.gifKarte von „Allianz 3000“.

Tolle Mangorezepte findet man bei Chefkoch.de. Ob ich mich mal an einen Avocado-Mango-Salat traue? Ich werde berichten.

Unsere Mangos sind unschlagbar frisch. Und nur wirklich frische und reife Mangos kann man wunderbar und leicht schneiden.

Achtung: hier zeigt euch der Mango-Papst persönlich seine Tricks!

Fragt im Weltladen eures Vertrauens nach, ob sie Mangos haben. Und dann nichts wie hin!

Freundlich grüßt

Fairtradelady