Wie fair ist Weihnachten?

Hallo!

Kaum ein Fest ist so vorhersehbar wie das Weihnachtsfest, so dass man fairerweise schon sagen kann, dass jeder die Chance hat, etwas Schönes zu finden. Auf Weihnachtsmärkten, im Kaufhaus, im Internet und natürlich im Weltladen. Bei uns sieht es zur Zeit so aus:

Herzlich willkommen!

Herzlich willkommen!

Dieses Jahr besonders beliebt: die Pinguine!

Dieses Jahr besonders beliebt: Die Wächter der weißen Teekanne! Pinguine aus Nepal.

Platznehmen zum Ritt auf dem wilden Wal!

Platz nehmen zum Ritt auf dem wilden Wal! Kinderhocker aus Thailand.

Sisal-Engel am laufenden Band - aus Bangladesch.

Sisal-Engel am laufenden Band – aus Bangladesch.

… und natürlich vieles, vieles mehr!

 

Etwas profaner sieht ein Geschenk aus, mit dem man allen fairen Freunden etwas Gutes tun kann und sie dürfen es sich sogar selber aussuchen:

(Foto: Weltladen Frankenthal)

Und auch unsere Öffnungszeiten können sich sehen lassen:

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Schaut mal wieder in Euren wunderbaren Weltladen!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

 

 

 

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Kaffee – so oder so ….

Hallo!

Nach einer kleinen kreativen Pause geht es jetzt bei Fairtradelady weiter. Und es geht mal wieder um Kaffee.

Wie wird Euer Kaffee gebrüht? Vollautomatisch mit stylischer Maschine, elektronisch – sozusagen digital?

Oder lasst Ihr brühen?

Ich finde das unglaublich faszinierend. Der Geschmack! Die Crema! Dieses Können! Ich durfte auf einigen Veranstaltungen den Baristas von Cafè Si zusehen. Und der Kaffee schmeckt auch entsprechend köstlich!

Im Moment trinke ich gerade jeden Morgen Kaffee aus Nepal. Eigentlich habe ihn gekauft, weil ich Nepal unterstützen wollte (und weil ich immer alle neuen Kaffees im Weltladen probieren muss!) Er wird an den Hängen des Himalaya von Hand gepflückt und sonnengetrocknet. Es wächst dort also nicht nur Tee. Der Kaffee von der Kooperative Lalitpur ist sehr lecker, mild und trotzdem sehr aromatisch. Auf der Verpackung lese ich etwas von einem Anklang von Limette. Jetzt, wo ich das gelesen habe ….

Bio Kaffee Lalitpur  Foto von der GEPA

Meistens gibt es bei mir nämlich Kaffee daheim. Morgens kann ich mich einfach noch nicht mit Unterextraktion und  Tampern beschäftigen und meine Milch möchte ich auch noch nicht rollen lassen. Ich bin schon froh, wenn sie mir nicht aus dem Kühlschrank entgegenrollt!

So sieht das bei mir aus.

So sieht das bei mir aus.  Eine Bloggerin hat das wunderschön ausgedrückt: Analog-Kaffee!

Aber vielleicht seid Ihr ja schon kreativer am Morgen. Dann habe ich noch ein paar Anregungen:

Freundlich grüßt

Fairtradelady

Nepal

Hallo!

Inzwischen hat wohl schon jeder von dem schrecklichen Unglück in Nepal gehört. Während ich mir am Sonntag über Butterpilze aus Ecuador Gedanken machte, bebte am anderen Ende der Welt die Erde und schickte unzählige Menschen ins Unglück und in den Tod.

Keine der Fairhandels-Organisationen ist darauf eingestellt, Wasser, Strom, oder medizinische Hilfsgüter in die betroffene Region zu transportieren. Normalerweise geschieht der Transport von Waren in die andere Richtung. Viele Kunsthandwerker, meist kleine Betriebe, haben ihre Werkstätten und viele auch ihre Häuser verloren. Sie stehen vor dem Nichts.

Es wird eine Zeit danach geben. Wenn das letzte Nachbeben verklungen ist, brauchen alle in Nepal wieder Hoffnung auf einen Neubeginn. Bekannte Bergsteiger haben ja schon darüber berichtet, wie wichtig der Tourismus für das Land ist. Aber auch das Kunsthandwerk ist ein Wirtschaftszweig, der sehr viele Menschen in der Region ernährt und bescheidenen Wohlstand bringt.

Die meisten Handelshäuser und -organisationen haben Spendenkonten eingerichtet. Einige haben auch Patenschaften für Waisen- und Krankenhäuser übernommen. Ich verlinke hier mal so gut  es geht, wie sich die Situation für diejenigen, die regelmäßig mit den Menschen in Nepal zusammenarbeiten, darstellt.

Titelbild Nepal Erdbeben

http://www.contigo.de/contigo/cms/front_content.php?idart=49

http://www.el-puente.de/lilac_cms/de/66,,news,news_details,2,589/News/Aktuelles/Erdbeben-in-Nepal.html

Jeder Euro zählt. Fairtradeladys Euros gehen auf eines der angegebenen Konten.

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Eure vielleicht auch?

Vielen Dank! धन्यबाद

Fairtradelady

Faire Pilze!

Hallo!

Übertreibt sie es jetzt nicht ein bisschen? So höre ich Euch sagen. Kaffee, Tee, Schokolade, Handtaschen, Tücher, alles schön und gut – aber Pilze?

Doch, doch, das hat seine Richtigkeit. Aus Südamerika kommen die leckeren Butterpilze, mit denen ich gerne koche.

Butterpilz - Suillus luteus

Butterpilz – Suillus luteus – in getrockneter Form

Wie kommt er in den Weltladen, der Pilz?

Er wächst in den Anden im Ort Salinas, in Ecuador, wo früher Salzminen ausgebeutet wurden, auf fast 4000 m Höhe. Seit mehr als 35 Jahren gibt es in Salinas Projekte, die Verdienstmöglichkeiten schaffen sollen, um der Abwanderung der Jugendlichen entgegenzuwirken. Ein Aufforstungsprogramm, das in der Gegend betrieben wurde, wirkt gegen die Bodenerosion und der entstehende Pinienwald begünstigt den Wuchs des Butterpilzes. Als Pilotprojekt der italienlischen Fairhandelsorganisation CTM wurden ab 1985 die Pilze getrocknet, weiterverarbeitet und verpackt. Die Italiener wissen schließlich, was gut ist! Es sind in Salinas auch Käsereien und Bäckereien entstanden, aber deren Produkte nach Deutschland zu exportieren, wäre wohl etwas mühsam und nicht von Erfolg gekrönt.

Die Pilze sind ein durch und durch faires Produkt, da von der Sammlung bis hin zu der Vermarktung alles in den Händen der Produzenten – oder besser, der Sammler, liegt. (Informationen von http://www.el-puente.de/)

Und wie schmecken sie?

Nicht umsonst gehören sie zu den Steinpilzarten und so kann man sie zu allem verwenden, wozu man getrocknete Steinpilze braucht. Ich gebe sie gerne in Brühen und Soßen, denen sie ein schönes Pilzaroma verleihen. Einfach in Wasser einweichen und nicht vergessen, das Einweichwasser aufzubewahren. Wie zum Beispiel in meinem Lieblingscurry:

Thai-Curry (na ja, so ähnlich…..)

Zutaten:

200 g Karotten,                                                                                                                         3 Frühlingszwiebeln,                                                                                                               1 Knoblauchzehe,                                                                                                                   1 Zucchino,                                                                                                                           150 g Champignons,                                                                                                             100 g Weißkohl,                                                                                                                      5 – 6 Stücke getrocknete Butterpilze ( W),                                                                               2 Teelöffel Thai-Curry-Paste, rot  (W),                                                                                 1/2 bis 1 ganze kleine Dose Kokosmilch  (W) ,                                                                        1 – 2 EL Öl,                                                                                                                            Salz  (W),                                                                                                                            Pfeffer  (W)

Wie immer – alles mit (W) erhältlich im Weltladen Eures Vertrauens. Alles andere im einschlägigen Lebensmitteleinzelhandel oder auf dem Markt.

Die Butterpilze einweichen. Die Karotten, Zwiebeln, die Knoblauchzehe, den Zucchino, die Champignons und den Weißkohl klein schneiden. Die Butterpilze sind nach etwa 15 Minuten weich, so lang dauert es praktischerweise bei mir auch, bis ich alles geschnitten habe.

Anrufbeantworter einschalten! Ab jetzt geht alles ziemlich schnell!

Öl in einer großen Pfanne oder im Wok erhitzen. Die Zwiebeln und den Knoblauch anbraten. Wenn sie beginnen, etwas zu bräunen, die Karotte und Weißkohl dazugeben. Gut rühren! Nach 2 Minuten etwas Einweichwasser von den Butterpilzen zugießen. Nach 3 Minuten die Pilze und den Zucchino dazu geben, auch die ebenfalls klein geschnittenen Butterpilze. Die zwei Teelöffel Thai-Curry-Paste dazu geben und etwas trocken anbraten. Dann den Rest des Einweichwassers dazu geben und eventuell noch etwas mehr Wasser. Den Deckel auflegen. Die Hitze runterschalten. Etwa 5 – 7 Minuten warten und danach probieren, ob alles weich ist. Die Kokosmilch zugießen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu am besten Reis servieren. Fertig!

Lecker kann ich nur sagen!

Lecker kann ich nur sagen!

Guten Appetit

wünscht

Fairtradelady

Tag des fairen ….. Schlübbers!

Hallo!

Lang ersehnt und heiß erfleht! Endlich ist es so weit. Der 13. April ist der „Tag des Fairen Schlübbers“! (Leser aus Süddeutschland fügen für die „bb“ ein „pf“ ein und, ja, die für Männer heißen auch so.) Das Ganze kommt sehr lustig daher, wie sowieso alle Berichte über Unterwäsche, ob fair oder nicht immer mit einer gewissen Komik verbunden zu sein scheinen.

Die Argumentation der Initiatoren ist aber so einfach wie einleuchtend. Gerade wer nicht viel Geld hat und trotzdem etwas Faires tragen möchte, kommt um das „Darunter“ nicht herum. Denn alle hier angegebenen Quellen – ich verlinke zu der  Facebook-Seite – verkaufen die Schlübbers zu durchaus annehmbaren Preisen. Lustig finde ich, dass als Angabe darüber, wann die Aktion stattfindet, „5.00 – 8.00 Uhr“ steht. Das ist wohl die Zeit, zu der faire Schlübbers angezogen werden sollen. Und, ja, es gibt sie auch in unserem Weltladen, aber erst ab 9.30 Uhr.

Mit fairer Unterwäsche habe ich mich schon einmal beschäftigt. Damals gab es sie nur in Großbritannien.

Schlübber bestehen zum größten Teil aus Baumwolle. Und da ist es wichtig, darauf zu achten, dass sowohl der Anbau des Grundstoffes als auch die Verarbeitung zu Schlübbers fair stattfindet. Utopia hat einige Unternehmen zusammengetragen, bei denen das der Fall ist.

Allerdings – da diese Kleidungsstücke im Normalfall ja nur wenigen auserwählten Personen gezeigt werden, eignen sie sich nicht zum Angeben mit der eigenen Fairness! Da muss es dann schon etwas Faires darüber sein. Haben wir auch!

Oder so:

Freundlich grüßt

Fairtradelady

 

Unsere Stadt soll sauber werden!

Hallo!

Der Frühling ist schon ziemlich da! Und wie in jedem Jahr veranstaltet meine Stadt die sogenannte „Stadtputzete“. Es wird Müll gesammelt was das Zeug hält. Alles, was in den Wochen davor noch vom Schnee bedeckt war und in wenigen Wochen gnädig vom ersten Grün bedeckt wird. Mitte März scheint die ideale Zeit dafür zu sein. Bürger der Stadt machen sich auf, um Grünanlagen, Waldstücke und andere Naherholungsgebiete von unschönem Unrat zu befreien.

Flotte Feger!

Genauso haben sich das die Bewohner von Ugong Pasig City auf den Philippinen auch gedacht, als sie begannen, ihre Stadt von den allgegenwärtigen Kunsstoff-Trinkpäckchen zu befreien. Und sie dann zu Saftpacktaschen zusammenzufügen, die wiederum in Europa und den USA reißenden Absatz fanden.

Im Jahr 1997 wurde eine ehrenamtliche Frauengruppe gegründet, sie sollte „ein Projekt für eine saubere und grüne Stadt“ ins Leben rufen. Ein Schwerpunkt dabei ist es, die Haushalte dabei anzuleiten, Müll zu trennen. Dazu werden Koordinatorinnen und Gruppenleiterinnen beauftragt, die dabei helfen. Und dann ist natürlich auch der Lebensunterhalt der Mitglieder von K.I.L.U.S wichtig, die Saftpacktaschen-Idee entstand bei einem Seminar zur Suche von Einkommensmöglichkeiten. K.I.L.U.S bekam die Möglichkeit, auf internationalen Messen auszustellen, dadurch gelang der Durchbruch auf den internationalen Markt. Mit zunehmendem Einkommen bekam die Genossenschaft Zugang zu öffentlichen Krediten und konnte gute Nähmaschinen anschaffen.

K.I.L.U.S steht für:

– überdurchschnittliche Bezahlung der Produzentinnen,

– Krankenversicherung, Krankenhaus-Versicherung,

– Bereitstellung von Arbeits- und Schutzkleidung

– Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

– geregelte Arbeitszeit, meist 5 Tage zu 8 Stunden.

Außerdem haben sie – und das freut mich als Chorsängerin besonders – einen Frauenchor! Eine Kostprobe ihres Könnens habe ich zwar nicht gefunden, aber ein Video, bei dem man sehen kann, wie die Müllbeseitigung praktisch funktioniert.

Leider kann ich nicht viel verstehen, aber immerhin: Social Enterprise!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

 

Fair Trade – auch aus China???

Hallo!

Viele Leute, die bei uns im Laden kaufen, möchten genau das vermeiden: die Massenware aus China, hergestellt von Arbeitern, die unter schlechten Arbeitsbedingungen, mangelnder Bezahlung und Gesundheitsgefährdungen leiden. Aber auch in China gibt es ein Umdenken, vielleicht erst in kleinem Rahmen, aber immerhin:

Biobu - Kindergeschirr von

BIOBU – Kindergeschirr von EKOBO

BIOBU vereinigt alle Vorteile von Kunststoff (leicht und unempfindlich) mit schönem Design, vielen schönen Farben und einem Material, dass sogar in der Spülmaschine keinen Schaden nimmt. Das Geschirr besteht aus Bambus-Sägemehl, Maisstärke und Farbe auf Wasserbasis. Es wird in Edelstahlformen gegossen und drei bis vier Minuten bei 160° C gepresst, abgekühlt und geschliffen.

Hergestellt wird das Geschirr in einer kleinen Firma in der Nähe von Shanghai. Die Arbeitsbedingungen sind sehr gut, es werden faire Löhne gezahlt und es gibt feste Arbeitsverträge. 6 Tage in der Woche wird gearbeitet, 7 Stunden lang, Pausen und kostenlose Trinkwasserversorgung gibt es ebenfalls. Sie verdanken das alles der Zusammenarbeit mit EKOBO – einem vietnamesischen Unternehmen, dass schon seit geraumer Zeit für den Fairen Handel liefert und half, BIOBU zur Marktreife zu bringen. EKOBO hilft auch weiterhin dem kleineren Unternehmen mit Vorauszahlungen.

Sollte einem nach einer Weile das Geschirr nicht mehr gefallen – so etwas soll ja schon mal vorkommen – dann kann man BIOBU bepflanzen, in den Gartenboden versenken und innerhalb weniger Monate zersetzt sich das Material.

Es gibt auch noch andere Produkte, z. B. Vorrats-Dosen, sogar mit Gitarrenbegleitung!

Eine schöne Alternative zum allgegenwärtigen Plastik

findet

Fairtradelady