Weihnachten – kann man das kaufen?

Hallo!

Im Weltladen gibt es ganz besondere Krippen. Sie sollen das Geschehen um die Geburt Jesu darstellen.  Denn das ist ja Weihnachten: Kind, Eltern, Haustiere, mehr oder weniger geeignete Schlafstatt. Die meisten von uns haben in dieser Konstellation ihr Leben begonnen und viele später so eine Familie gegründet – ok, nicht immer sind Tiere dabei. Künstler und Kunsthandwerker gestalten die Heilige Familie meist nach ihren eigenen Erfahrungen. Und diese Erfahrungen sind in verschiedenen Ländern eben verschieden.

DSCN2652[1]DSCN2654[1]DSCN2657[1]DSCN2655[1] Welche Erfahrungen hinter manch anderer Krippendarstellung, die man im Netz so findet, steht, lässt sich nur schwer erahnen:

Eingebetteter Bild-Link

(Gefunden auf Utopia)

Wir führen die nicht!

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein schönes, friedliches, wunderbares Weihnachtsfest. 

Und jetzt kommt noch ein schönes Bild!

(gefunden auf Fairtradecommunity.com)

Festlich grüßt

Fairtradelady

Wie fair ist Weihnachten?

Hallo!

Kaum ein Fest ist so vorhersehbar wie das Weihnachtsfest, so dass man fairerweise schon sagen kann, dass jeder die Chance hat, etwas Schönes zu finden. Auf Weihnachtsmärkten, im Kaufhaus, im Internet und natürlich im Weltladen. Bei uns sieht es zur Zeit so aus:

Herzlich willkommen!

Herzlich willkommen!

Dieses Jahr besonders beliebt: die Pinguine!

Dieses Jahr besonders beliebt: Die Wächter der weißen Teekanne! Pinguine aus Nepal.

Platznehmen zum Ritt auf dem wilden Wal!

Platz nehmen zum Ritt auf dem wilden Wal! Kinderhocker aus Thailand.

Sisal-Engel am laufenden Band - aus Bangladesch.

Sisal-Engel am laufenden Band – aus Bangladesch.

… und natürlich vieles, vieles mehr!

 

Etwas profaner sieht ein Geschenk aus, mit dem man allen fairen Freunden etwas Gutes tun kann und sie dürfen es sich sogar selber aussuchen:

(Foto: Weltladen Frankenthal)

Und auch unsere Öffnungszeiten können sich sehen lassen:

DSCN2649[1]

Schaut mal wieder in Euren wunderbaren Weltladen!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

 

 

 

Gold kann ja jeder ….

Hallo!

Über Schmuck aus Fairem Handel habe ich ja schon öfter berichtet. Es gibt ihn aus den unterschiedlichsten Materialien. Aber manchmal ist es doch erstaunlich, auf welche Ideen Menschen kommen um sich – und andere – zu schmücken.

Machen wir doch mal einen Test.

Aus welchem Material könnten diese Schmuckstücke sein? Na?

DSCN2502[1]

Also gut, machen wir das Ganze etwas größer.DSCN2501[1]

Ich sag’s euch: es handelt sich bei dem Material um Scoobie Wire. Hättet ihr nicht gedacht, oder? Und was ist Scoobie Wire? So heißt in Südafrika, wo dieser Schmuck hergestellt wird, der Telefondraht.

Bei uSisi Designs in Pietermaritzburg arbeiten mehr als 100 Frauen, die diesen Schmuck in traditioneller Flechttechnik herstellen – nur eben aus modernen Materialien. Die Kunsthandwerkerinnen arbeiten von zu Hause aus, so dass sie für Kinder und Haushalt da sein können. Auch entfallen so die täglichen Fahrtkosten. Ein- oder zweimal in der Woche kommen die Frauen in den Workshop, um die Roh-Materialen und Anleitungen zu erhalten. Durch ihre Arbeit können ihre Kinder zur Schule gehen und viele wichtige Anschaffungen getätigt werden, z. B. um ihre Häuser besser auszubauen und zu befestigen.

Ihren Bestseller, das Spiralarmband (hier in Rosa/Lila-Tönen) kann man inzwischen in Amerika, Australien, Japan und auch Europa kaufen. Zum Beispiel in eurem liebenswerten Weltladen!

Von ihren schönen Designs kann man sich auch auf ihrer website inspirieren lassen.

Normalerweise werden Telefonkabel ja so verarbeitet:

(Foto: Märkische Allgemeine Zeitung)

Aber das sieht doch bei uSisi viel hübscher aus!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

 

 

 

Weltladen-Fachtage Bad Hersfeld

Hallo!

Jedes Jahr Mitte bis Ende Juni treffen sich Weltladen-Aktive, Lieferanten und viele, die sich für Fairen Handel interessieren in Bad Hersfeld zu den Fachtagen und der Mitgliederversammlung unseres Verbandes. Ich war mit einer Kollegin auch wieder dabei.

Immer geht es dabei um die neuesten Trends bei Produkten, um Vernetzung und Gedankenaustausch. Man freut sich, wenn man Leute trifft, die man schon kennt oder neue Kontakte knüpft, wie das bei einem Branchentreffen eben so üblich ist.

Ein großes Thema in diesem Jahr war die neue Kennzeichnung vor allem kunsthandwerklicher Waren durch die WFTO und die Erfahrungen, die damit gemacht wurden. Unser Dachverband listet ebenfalls Lieferanten, die fair handeln und dahingehend überprüft werden, in seinem Lieferantenkatalog, nach dem wir uns im Einkauf richten.

Wohin das alles führt? Vielleicht zu einer „Marke Weltladen“? Auch darüber wurde diskutiert. Schon jetzt kann ja die Herkunft und Herstellung unserer Waren nachvollzogen werden:

Das bleibt spannend!

Und dann gab es auch noch Besuch aus Nepal. Chitra, der Geschäftsführer von New Sadle, einem Lieferanten, von dem wir unsere Filzartikel beziehen, sagte sinngemäß ungefähr folgendes:

DSCN2241[1]

Ich gebe den Dank weiter an alle, die Nepal unterstützt haben.

Sehr interessant war auch die Veranstaltung mit zwei jungen peruanischen Fotografinnen von Fair Mail.

DSCN2216[1]

Eine davon berichtet uns gerade von einer Fotoreise, die sie unternommen hat und bei der sie schöne Portraits aufgenommen hat.

Aber was wären die Fachtage ohne lange Abende, an denen man beisammensitzt und sich austauscht. Sonst wäre ich vielleicht nie auf  dieses Angebot gestoßen:http://www.spillmann.de/fileadmin/user_upload/Dateien_zum_Download/Kataloge/Kataloge_2015/5492-011-fairreisen-2015-flyer-druckdaten-flyeralarm-spil.pdf

Und hätte auch zur Feier des 40. Bestehens unseres Dachverbandes niemals einen Lufballon steigen lassen:

DSCN2219[1]

DSCN2220[1]

 

Und für die Zukunft wünschen wir uns natürlich alle:

 

DSCN2206[1]

 

Freundlich grüßt

Fairtradelady

Nepal

Hallo!

Inzwischen hat wohl schon jeder von dem schrecklichen Unglück in Nepal gehört. Während ich mir am Sonntag über Butterpilze aus Ecuador Gedanken machte, bebte am anderen Ende der Welt die Erde und schickte unzählige Menschen ins Unglück und in den Tod.

Keine der Fairhandels-Organisationen ist darauf eingestellt, Wasser, Strom, oder medizinische Hilfsgüter in die betroffene Region zu transportieren. Normalerweise geschieht der Transport von Waren in die andere Richtung. Viele Kunsthandwerker, meist kleine Betriebe, haben ihre Werkstätten und viele auch ihre Häuser verloren. Sie stehen vor dem Nichts.

Es wird eine Zeit danach geben. Wenn das letzte Nachbeben verklungen ist, brauchen alle in Nepal wieder Hoffnung auf einen Neubeginn. Bekannte Bergsteiger haben ja schon darüber berichtet, wie wichtig der Tourismus für das Land ist. Aber auch das Kunsthandwerk ist ein Wirtschaftszweig, der sehr viele Menschen in der Region ernährt und bescheidenen Wohlstand bringt.

Die meisten Handelshäuser und -organisationen haben Spendenkonten eingerichtet. Einige haben auch Patenschaften für Waisen- und Krankenhäuser übernommen. Ich verlinke hier mal so gut  es geht, wie sich die Situation für diejenigen, die regelmäßig mit den Menschen in Nepal zusammenarbeiten, darstellt.

Titelbild Nepal Erdbeben

http://www.contigo.de/contigo/cms/front_content.php?idart=49

http://www.el-puente.de/lilac_cms/de/66,,news,news_details,2,589/News/Aktuelles/Erdbeben-in-Nepal.html

Jeder Euro zählt. Fairtradeladys Euros gehen auf eines der angegebenen Konten.

DSCN2069[1]

Eure vielleicht auch?

Vielen Dank! धन्यबाद

Fairtradelady

Unsere Stadt soll sauber werden!

Hallo!

Der Frühling ist schon ziemlich da! Und wie in jedem Jahr veranstaltet meine Stadt die sogenannte „Stadtputzete“. Es wird Müll gesammelt was das Zeug hält. Alles, was in den Wochen davor noch vom Schnee bedeckt war und in wenigen Wochen gnädig vom ersten Grün bedeckt wird. Mitte März scheint die ideale Zeit dafür zu sein. Bürger der Stadt machen sich auf, um Grünanlagen, Waldstücke und andere Naherholungsgebiete von unschönem Unrat zu befreien.

Flotte Feger!

Genauso haben sich das die Bewohner von Ugong Pasig City auf den Philippinen auch gedacht, als sie begannen, ihre Stadt von den allgegenwärtigen Kunsstoff-Trinkpäckchen zu befreien. Und sie dann zu Saftpacktaschen zusammenzufügen, die wiederum in Europa und den USA reißenden Absatz fanden.

Im Jahr 1997 wurde eine ehrenamtliche Frauengruppe gegründet, sie sollte „ein Projekt für eine saubere und grüne Stadt“ ins Leben rufen. Ein Schwerpunkt dabei ist es, die Haushalte dabei anzuleiten, Müll zu trennen. Dazu werden Koordinatorinnen und Gruppenleiterinnen beauftragt, die dabei helfen. Und dann ist natürlich auch der Lebensunterhalt der Mitglieder von K.I.L.U.S wichtig, die Saftpacktaschen-Idee entstand bei einem Seminar zur Suche von Einkommensmöglichkeiten. K.I.L.U.S bekam die Möglichkeit, auf internationalen Messen auszustellen, dadurch gelang der Durchbruch auf den internationalen Markt. Mit zunehmendem Einkommen bekam die Genossenschaft Zugang zu öffentlichen Krediten und konnte gute Nähmaschinen anschaffen.

K.I.L.U.S steht für:

– überdurchschnittliche Bezahlung der Produzentinnen,

– Krankenversicherung, Krankenhaus-Versicherung,

– Bereitstellung von Arbeits- und Schutzkleidung

– Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

– geregelte Arbeitszeit, meist 5 Tage zu 8 Stunden.

Außerdem haben sie – und das freut mich als Chorsängerin besonders – einen Frauenchor! Eine Kostprobe ihres Könnens habe ich zwar nicht gefunden, aber ein Video, bei dem man sehen kann, wie die Müllbeseitigung praktisch funktioniert.

Leider kann ich nicht viel verstehen, aber immerhin: Social Enterprise!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

 

Fair Trade – auch aus China???

Hallo!

Viele Leute, die bei uns im Laden kaufen, möchten genau das vermeiden: die Massenware aus China, hergestellt von Arbeitern, die unter schlechten Arbeitsbedingungen, mangelnder Bezahlung und Gesundheitsgefährdungen leiden. Aber auch in China gibt es ein Umdenken, vielleicht erst in kleinem Rahmen, aber immerhin:

Biobu - Kindergeschirr von

BIOBU – Kindergeschirr von EKOBO

BIOBU vereinigt alle Vorteile von Kunststoff (leicht und unempfindlich) mit schönem Design, vielen schönen Farben und einem Material, dass sogar in der Spülmaschine keinen Schaden nimmt. Das Geschirr besteht aus Bambus-Sägemehl, Maisstärke und Farbe auf Wasserbasis. Es wird in Edelstahlformen gegossen und drei bis vier Minuten bei 160° C gepresst, abgekühlt und geschliffen.

Hergestellt wird das Geschirr in einer kleinen Firma in der Nähe von Shanghai. Die Arbeitsbedingungen sind sehr gut, es werden faire Löhne gezahlt und es gibt feste Arbeitsverträge. 6 Tage in der Woche wird gearbeitet, 7 Stunden lang, Pausen und kostenlose Trinkwasserversorgung gibt es ebenfalls. Sie verdanken das alles der Zusammenarbeit mit EKOBO – einem vietnamesischen Unternehmen, dass schon seit geraumer Zeit für den Fairen Handel liefert und half, BIOBU zur Marktreife zu bringen. EKOBO hilft auch weiterhin dem kleineren Unternehmen mit Vorauszahlungen.

Sollte einem nach einer Weile das Geschirr nicht mehr gefallen – so etwas soll ja schon mal vorkommen – dann kann man BIOBU bepflanzen, in den Gartenboden versenken und innerhalb weniger Monate zersetzt sich das Material.

Es gibt auch noch andere Produkte, z. B. Vorrats-Dosen, sogar mit Gitarrenbegleitung!

Eine schöne Alternative zum allgegenwärtigen Plastik

findet

Fairtradelady