Ein bisschen Grün muss her!

Hallo!

Jedes Jahr um diese Zeit überkommt es Fairtradelady und sie hat einfach genug von grau, Regen oder Schneeregen, Kälte, Eis und Nebel. Scheußliches Wetter lässt mich also immer in die sonnigen Tropen entfliehen. Ich kann das wirklich jedem nur ans Herz legen!

Glücklicherweise muss ich dazu kein Flugzeug besteigen und mich auch nicht tagelang über Autobahnen quälen. 10 Minuten per Zug und Bus für etwa 3,80 Euro reichen vollkommen aus.

Es zieht mich in den Botanischen Garten in Tübingen. Dort ist es schön und in den Gewächshäusern angenehm temperiert bis schön mollig warm und es tut so gut, einmal wieder ins Grüne zu schauen!

Auch freue ich mich immer, wenn ich dort alte Bekannte aus dem Weltladen treffe, die sich hier von ihrer unverarbeiteten Seite zeigen. Darf ich vorstellen:

Musa × paradisiaca, die Banane

Musa × paradisiaca, die Banane.

(das Objektiv war noch ein wenig beschlagen, sorry!)

Saccharum officinarum L., das Zuckerrohr

Saccharum officinarum L., das Zuckerrohr.

Piper nigrum, der schwarze Pfeffer

Piper nigrum, der schwarze Pfeffer.

Coffea arabica, oder wie ihn seine wissenschaftlichen Freunde nennen Coffea L.

Coffea arabica, oder wie ihn seine wissenschaftlichen Freunde nennen, Coffea L.

Theobroma cacao L., der Kakaobaum, mit Frucht

Theobroma cacao L., der Kakaobaum, mit Frucht.

Aber auch außerhalb der Glashäuser tut sich schon was:

Kann man das erkennen? Dreierlei Arten Hamamelis - die Zaubernuss

Kann man das erkennen? Dreierlei Arten Hamamelis – die Zaubernuss.

Nächstes Wochenende beginnt der meteorologische Frühling, und dann ist es auch draußen bald grün.

Darauf freut sich schon

Fairtradelady

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Fairtradelady – kriminell!

Hallo!

Diese kreative Pause habe ich wirklich gebraucht. Genau genommen war es keine Pause, denn ich habe wieder an diesem Projekt teilgenommen und 50 000 Wörter geschrieben. Jetzt geht es aber hier weiter.

Es wird Zeit, dass ich mich zu meiner kriminellen Vergangenheit bekenne. Schließlich lesen hier einige meine Beiträge und sind der Überzeugung, dass es sich bei Fairtradelady um eine unbescholtene Bürgerin handelt. Das war nicht immer so!

Wie viele in meiner Jugend war ich in Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre ein Riesen-Tee-Fan. Kaffee war damals ein Alte-Leute-Getränk, oder eines, das man bei Ferienjobs in Büros zwangsweise eingeflößt bekam. Nichts was mir schmeckte. Vielleicht muss ich dazu sagen, dass ich von Süddeutschland spreche, im Norden sah das vielleicht etwas anders aus.

Ich bin damals schon immer gerne nach Großbritannien gefahren – Bus – Zug – Schiff – Zug – dann weiter per Anhalter. In England gab es Tee, sehr guten Tee. Und es gab, Großbritannien war noch nicht EU-Mitglied (oder wie das damals hieß – EWG?) strikte Vorschriften, was ein- oder ausgeführt werden durfte. Unter anderem sahen diese Vorschriften die Aus- oder Einfuhr von 125 Gramm Schwarztee vor. 125 Gramm? Das trank ich damals ungefähr in einer Woche. Also habe ich mehrmals(!), mit Absicht (!) und bei vollem Bewusstsein Schmuggel betrieben. Ein Drittel meines Rucksacks (mit Metallgestell außen!) wurde vor der Heimfahrt immer gut gefüllt mit leckerem Tee. Bezogen habe ich ihn von einem meiner Lieblingsläden, dem

A Dalek exhibition at the Ceylon Tea Centre in Lower Regent Street in London in 1972. Vernon Corea first visited the Tea Centre in 1970.

damals noch in der Regent Street in London. Wiederholt habe ich auch Freundinnen dazu animiert, für mich Tee zu schmuggeln. Anstiftung nennt man das wohl.

So, nun ist es raus. Das Ceylon Tea Centre gibt es in dieser Form und an diesem Platz nicht mehr. Fotos habe ich damals keine gemacht, schließlich dachte ich, es würde ewig bestehen. Und auch dieses Bild existiert nur noch, weil das Centre 1972 einen Wettbewerb der BBC gewann und in ihrem Schaufenster ein damals sehr berühmtes Requisit aus der Science Fiction-Serie „Dr. Who“ ausstellen durften. Das war ein wenig vor meiner Zeit.

Und heute? Sind Fairtradeladys Schandtaten vermutlich verjährt. Und was noch besser ist: Man kann heute in jeden Weltladen hineinspazieren und wunderbaren fairen Ceylon-Tee kaufen, ohne sich strafbar zu machen.

DSCN1690[1]

Und er schmeckt immer noch genauso gut wie damals.

Freundlich grüßt

Fairtradelady

Fairtrade Antwerpen

Hallo!

Im Juli diesen Jahres als ich noch krückenlos war,  bin ich mit meiner Tochter nach Antwerpen gereist. Natürlich ist Antwerpen eine Fair Trade Stadt und hat vieles zu bieten.

Einen wunderbaren Marktplatz.

Einen wunderbaren Marktplatz.

Gewohnt haben wir in einer Wohnung, gebucht über airbnb, wirklich schön!

Die gemütliche Lese- und Fernsehecke, in der wir das Fussball-WM-Endspiel angesehen haben.

Die gemütliche Lese- und Fernsehecke, in der wir das Fussball-WM-Endspiel angesehen haben.

Ein Bier, das mir wider Erwarten gut geschmeckt hat ….

Mit Himbeer-Geschmack. Und, nein, ich habe keinen Zucker reingetan!

Mit Himbeer-Geschmack. Und, nein, ich habe keinen Zucker reingetan!

Ganz besonders gut hat mir das Museum am Strom gefallen. Tolle Ausstellungen und ein wunderbarer Blick auf Antwerpen. Leider war das Wetter nicht so gut.

Das, was da wie ein Dom im Hintergrund aussieht, ist übrigens der Hauptbahnhof.

Das, was da wie ein Dom im Hintergrund aussieht, ist übrigens der Hauptbahnhof.

Faires gibt es natürlich auch in Antwerpen, zum Beispiel diesen tollen Modeladen: Today is a good day.

Noch ein paar Antwerpener Impressionen:

DSCN1609[1]

DSCN1625[1]DSCN1632[1]DSCN1641[1]DSCN1595[1]Antwerpen ist auf jeden Fall eine Reise wert! Vielleicht bei etwas besserem Wetter ….Aber so hatte ich die ganze Zeit eines meiner Lieblingslieder im Kopf:

Zwar singt Jacque Brel  von Brügge und Gent, aber auch vom „Vlanderland“

Tot ziens!

Fairtradelady

Mal wieder London!

Hallo!

Ich bin frisch zurück von Besuchen bei Freunden und Verwandten in meiner Lieblingsstadt. Etwas getrübt wurde der Aufenthalt dieses Mal nicht durch die Kälte, sondern durch eine Erkältung, die mich ein wenig beeinträchtigt hat. Auch für die Lieblingsstadt gilt nämlich: Krank ist man am liebsten daheim…

Aber es gab wieder Interessantes anzuschauen:

Fairly Sqare - ein Fairtrade-Café in der Nähe von Holborn - dieses Mal war es offen!

Fairly Square – ein Fairtrade-Café in der Nähe von Holborn – dieses Mal war es offen!

Gewohnt haben wir am Russell Square,

... genau wie Mahatma Gandhi.

… genau wie Mahatma Gandhi.

Hier kommt nun das Huhn, das alle Eier in London zu Ostern legt:

am Trafalgar Square.

am Trafalgar Square.

Meine aufmerksamen Leser haben sicher schon gemerkt, dass es sich dabei um einen Hahn handelt. Gestaltet wurde er von der deutschen Künstlerin Katharina Fritsch. Und bald muss er weichen, denn der vierte Denkmalsockel am Trafalgar Square ist ein Wechselsockel. Man darf gespannt sein, was als nächstes kommt.

Alle stylischen jungen Männer tragen auf einmal Bart:

DSCN1376[1]und sehen vielleicht bald ein bisschen aus wie

https://i2.wp.com/ncse.com/files/images/CharlesDarwin-Ruse.jpg

Das nennt man dann wohl Evolution …..

Sehr gut gefallen hat mir dieses Mal die Saatchi Gallery (Sloane Square):

DSCN1364[1]Bilder von Boris Nzebo – einer von mehreren Künstlern aus Afrika (er arbeitet in Kamerun) und Lateinamerika, deren Werke im Moment dort ausgestellt sind.

Ach ja, und hier kommt noch mein Lieblingsbier:

".... in moderation!"

„…. in moderation!“

See you soon!

Fairtradelady

 

 

 

Fairtradelady’s London

Hallo!

London ist ja meine Lieblingsreisestadt und natürlich habe ich nach gefühlten über 50 Aufenthalten schon vieles gesehen. Und so werde ich oft nach Tipps gefragt. Hier kommen meine London Top 10.

1. Es gibt sicher viele schöne Hotels in London – Ritz, Savoy etc. Aber ich wohne meistens im Bankside House. Ja, das ist ein Studentenwohnheim der London School of Economics. Ich liebe die Lage und die für Londoner Verhältnisse riesigen (Einzel-)Zimmer – allerdings mit Bad extra.

2. Meinen liebsten Garten habe ich dieses Mal erst richtig schätzen gelernt. Der Chelsea Physic Garden im gleichnamigen Stadtteil.

Wunderschön!

Wunderschön!

3. Exzellente Restaurants mit hunderten von Sternen gibt es in London – ich habe einmal gelesen, mehr als in Paris! Ich esse gerne auch ohne Stern das leckere „Hot Salt Beef“ und wunderbare Falafel:  Gaby’s Deli.

4. fairly square ist ein Fairtrade Cafè in Holborn. Lecker und unglaublich schick!

5. Viele winebars gibt es in London, aber keine ist wie diese: Gordon’s wine bar. Richtig schön gruselig und nichts für Leute mit Platzangst.

6. Mein liebster Buchladen ist Persephone Books . Hier werden (fast)vergessene Werke, meist von Frauen, des frühen 20. Jahrhunderts wiederaufgelegt und neu gedruckt. Jedes der an die 120 Bücher ist eine Zeitreise.

Bild 502Reingehen und sich wohlfühlen!

7. Meine liebste Bootsfahrt. Ich liebe Bötchenfahren überall, aber am schönsten ist die Fahrt auf dem Regent’s Canal. Sie geht los in Camden, führt vorbei am London Zoo und schließlich landet man in „Little Venice“ in der Nähe des Bahnhofs Paddington.

Bild 493

8.Mein liebstes Museum ist immer das, in dem ich zuletzt war. London hat so viele schöne Museen. Aber dieses Mal habe ich mich im Victoria & Albert Museum umgesehen. Kunst und Kunsthandwerk auf höchstem Niveau und aus vielen Jahrhunderten aus allen Ländern der Erde.

Bild 560

9. Mein liebstes Verkehrsmittel: Natürlich https://i1.wp.com/www.smh.com.au/ffxImage/urlpicture_id_1077072782787_2004/02/19/london_bus,0.jpg

10. Die größte Überraschung dieses Mal: London hat eine Seilbahn! Emirates Airline

Schweben!

Schweben!

Bevor man sich in die Höhe schwingt, kann man noch einen Kaffee trinken. Ist das die Zukunft?

N/A heißt "Not available" - nicht erhältlich.

N/A heißt „Not available“ – nicht erhältlich.

Kein Wunder – schließlich ist London die größte Fairtrade Town der Welt.

Freundlich grüßt

Fairtradelady

Fair-reist am Bodensee

Hallo!

Ganz spontan und auch nur leider ganz kurz. Also fast aus Fair-sehen …..

Unter anderem war ich in Überlingen. Und da gibt es glücklicherweise auch einen Weltladen:

Schön und nicht weit vom See

Schön und nicht weit vom See. Wer mal rein möchte: Steinhausgasse 10, 88662 Überlingen

Zwei ereignisreiche Tage mit allem was zu einem Bodensee-Urlaub  gehört.

Töpfermarkt in Überlingen.

Töpfermarkt in Überlingen.

Schiff fahren!

Schiff fahren!

Jungsteinzeit und Bronzezeit entdecken

Jungsteinzeit und Bronzezeit entdecken

Und ein bisschen faul war ich auch, ich geb’s zu!

Aber dann auch gleich wieder fleißig!

Aber dann auch gleich wieder fleißig!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

Fairtradelady – wieder an Bord.

Hallo!

Es gab sehr viel zu tun in den letzten fast zwei Wochen. Besuch aus Bouaké, Elfenbeinküste, die mit Jugendlichen aus Reutlingen dieses Theaterprojekt verwirklicht haben. Ein Mädchen wohnte bei uns und da geht viel Zeit drauf für Verköstigen, Unterhalten, Wecken, Chauffieren, Erklären, die letzten französischen Vokabeln irgendwo aus dem Hinterkopf herausholen ….. Das klang dann ungefähr so:

… aber gegen Ende dann doch etwas besser. Ich habe viel gelernt. Französisch natürlich. Obwohl unser Gast recht gut Deutsch konnte. Dass im Moment Ramadan ist. Und wie schwierig das mit Sonnenaufgang und -untergang hier in Deutschland ist.  Dass man als Reisender aber eventuell nicht zu fasten braucht. Wie voll die Königsstraße in Stuttgart am Samstag sein kann – ach nein, das wußte ich schon, hatte es nur vergessen. Wie schön es sich am Fuße der Alb an einem kühlen Bächlein unter Bäumen grillen lässt. Und wie toll ein Theaterstück ist, dass sich mit zwei Kulturen beschäftigt und bei dem man sich köstlich amüsieren und nachdenken kann.

Schön war’s. Jetzt sind sie noch Gäste unserer Stadt, nächsten Dienstag geht es zurück nach Bouaké.

A bientôt!

Fairtradelady