Wie fair ist Weihnachten?

Hallo!

Kaum ein Fest ist so vorhersehbar wie das Weihnachtsfest, so dass man fairerweise schon sagen kann, dass jeder die Chance hat, etwas Schönes zu finden. Auf Weihnachtsmärkten, im Kaufhaus, im Internet und natürlich im Weltladen. Bei uns sieht es zur Zeit so aus:

Herzlich willkommen!

Herzlich willkommen!

Dieses Jahr besonders beliebt: die Pinguine!

Dieses Jahr besonders beliebt: Die Wächter der weißen Teekanne! Pinguine aus Nepal.

Platznehmen zum Ritt auf dem wilden Wal!

Platz nehmen zum Ritt auf dem wilden Wal! Kinderhocker aus Thailand.

Sisal-Engel am laufenden Band - aus Bangladesch.

Sisal-Engel am laufenden Band – aus Bangladesch.

… und natürlich vieles, vieles mehr!

 

Etwas profaner sieht ein Geschenk aus, mit dem man allen fairen Freunden etwas Gutes tun kann und sie dürfen es sich sogar selber aussuchen:

(Foto: Weltladen Frankenthal)

Und auch unsere Öffnungszeiten können sich sehen lassen:

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Schaut mal wieder in Euren wunderbaren Weltladen!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

 

 

 

Faire Pilze!

Hallo!

Übertreibt sie es jetzt nicht ein bisschen? So höre ich Euch sagen. Kaffee, Tee, Schokolade, Handtaschen, Tücher, alles schön und gut – aber Pilze?

Doch, doch, das hat seine Richtigkeit. Aus Südamerika kommen die leckeren Butterpilze, mit denen ich gerne koche.

Butterpilz - Suillus luteus

Butterpilz – Suillus luteus – in getrockneter Form

Wie kommt er in den Weltladen, der Pilz?

Er wächst in den Anden im Ort Salinas, in Ecuador, wo früher Salzminen ausgebeutet wurden, auf fast 4000 m Höhe. Seit mehr als 35 Jahren gibt es in Salinas Projekte, die Verdienstmöglichkeiten schaffen sollen, um der Abwanderung der Jugendlichen entgegenzuwirken. Ein Aufforstungsprogramm, das in der Gegend betrieben wurde, wirkt gegen die Bodenerosion und der entstehende Pinienwald begünstigt den Wuchs des Butterpilzes. Als Pilotprojekt der italienlischen Fairhandelsorganisation CTM wurden ab 1985 die Pilze getrocknet, weiterverarbeitet und verpackt. Die Italiener wissen schließlich, was gut ist! Es sind in Salinas auch Käsereien und Bäckereien entstanden, aber deren Produkte nach Deutschland zu exportieren, wäre wohl etwas mühsam und nicht von Erfolg gekrönt.

Die Pilze sind ein durch und durch faires Produkt, da von der Sammlung bis hin zu der Vermarktung alles in den Händen der Produzenten – oder besser, der Sammler, liegt. (Informationen von http://www.el-puente.de/)

Und wie schmecken sie?

Nicht umsonst gehören sie zu den Steinpilzarten und so kann man sie zu allem verwenden, wozu man getrocknete Steinpilze braucht. Ich gebe sie gerne in Brühen und Soßen, denen sie ein schönes Pilzaroma verleihen. Einfach in Wasser einweichen und nicht vergessen, das Einweichwasser aufzubewahren. Wie zum Beispiel in meinem Lieblingscurry:

Thai-Curry (na ja, so ähnlich…..)

Zutaten:

200 g Karotten,                                                                                                                         3 Frühlingszwiebeln,                                                                                                               1 Knoblauchzehe,                                                                                                                   1 Zucchino,                                                                                                                           150 g Champignons,                                                                                                             100 g Weißkohl,                                                                                                                      5 – 6 Stücke getrocknete Butterpilze ( W),                                                                               2 Teelöffel Thai-Curry-Paste, rot  (W),                                                                                 1/2 bis 1 ganze kleine Dose Kokosmilch  (W) ,                                                                        1 – 2 EL Öl,                                                                                                                            Salz  (W),                                                                                                                            Pfeffer  (W)

Wie immer – alles mit (W) erhältlich im Weltladen Eures Vertrauens. Alles andere im einschlägigen Lebensmitteleinzelhandel oder auf dem Markt.

Die Butterpilze einweichen. Die Karotten, Zwiebeln, die Knoblauchzehe, den Zucchino, die Champignons und den Weißkohl klein schneiden. Die Butterpilze sind nach etwa 15 Minuten weich, so lang dauert es praktischerweise bei mir auch, bis ich alles geschnitten habe.

Anrufbeantworter einschalten! Ab jetzt geht alles ziemlich schnell!

Öl in einer großen Pfanne oder im Wok erhitzen. Die Zwiebeln und den Knoblauch anbraten. Wenn sie beginnen, etwas zu bräunen, die Karotte und Weißkohl dazugeben. Gut rühren! Nach 2 Minuten etwas Einweichwasser von den Butterpilzen zugießen. Nach 3 Minuten die Pilze und den Zucchino dazu geben, auch die ebenfalls klein geschnittenen Butterpilze. Die zwei Teelöffel Thai-Curry-Paste dazu geben und etwas trocken anbraten. Dann den Rest des Einweichwassers dazu geben und eventuell noch etwas mehr Wasser. Den Deckel auflegen. Die Hitze runterschalten. Etwa 5 – 7 Minuten warten und danach probieren, ob alles weich ist. Die Kokosmilch zugießen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu am besten Reis servieren. Fertig!

Lecker kann ich nur sagen!

Lecker kann ich nur sagen!

Guten Appetit

wünscht

Fairtradelady

Fair Trade – eine Frage der Kultur!

Hallo!

Natürlich führen wir im Weltladen Produkte aus vielen Kulturkreisen. Deren Angehörige es sicher seltsam fänden, wenn sie wüssten, dass es das deutsche Wort „Kulturbeutel“ gibt. Obwohl ich es erst bei englischsprachigen Freunden ausprobiert habe, kann ich euch versichern, dass das Wort – auch übersetzt – große Heiterkeit hervorruft. Was nicht heißt, dass das Prinzip unbekannt ist. Kultur und die dazu passenden Beutel gibt es aus einigen Ländern im Weltladen zu kaufen.

DSCN0150[1]Schlicht gestreift aus Guatemala von Aprosas.  Aus Baumwollgewebe.

DSCN0152[1]Aus Seide – Indien – ganz zart und verspielt.

DSCN0151[1]Aus Thailand – Rohseide.

DSCN0149[1]Auch aus Indien, aber ganz sportlich und strapazierfähig. Aus Resten von Feuerwehr-Uniformen geschneidert von conserve, den Recycling-Champions aus New Delhi. Sehr praktisch beim Camping, da sie es sicher auch mal ein paar Minuten im Lagerfeuer aushalten….

Bei einigen unserer Lieferanten heißen diese praktischen Behälter „Toilette-Taschen“. Eine Bezeichnung, die ich auch nicht so ganz gelungen finde.

Freundlich grüßt

Fairtradelady

Die Herrin der Fairen Ringe …

Hallo!

Zugegebenermaßen vielleicht etwas anmaßend dieser Titel. Aber es geht weder um Hobbits noch um Olympia, sondern um

Silberringe, z. T. mit Halbedelsteinen.

Silberringe!

Sie sind wunderschön anzusehen und stammen aus Peru und Marokko. Leider sind Ringe etwas, was ich noch weniger trage als Ketten.  Ja, warum schreibe ich dann hier überhaupt über sie? Weil sie nicht nur ein unverzichtbarer Teil des Angebots  im Weltladen sind, sondern auch von unseren Kunden geliebt  und von Künstlern in einem tollen Projekt hergestellt werden.

Auch von Südsinn, beziehen wir Silberschmuck, vor allem aus Thailand. Ein interessantes Projekt:

Die Karen sind eine  Minderheit in Thailand und leben  in kleinen Dörfern von 300 bis 400 Bewohnern im Nordwesten Thailands. Sie stellen diesen Schmuck her.

Sie sind vor ungefähr 200 bis 300 Jahren – noch vor den Thai – aus Birma (Ursprung wahrscheinlich Tibet) in ihr heutiges Sied­lungsgebiet eingewandert. Ihren Unterhalt bestreitet die Mehrheit des Volkes nach wie vor mit Reisanbau,  zunehmend jedoch auch mit dem Anbau von Marktfrüchten (Gemüse, Blumen etc.) und durch sehr niedrig bezahlte Tageslohn-Ar­beit.

Die Karen sind ein Volk im Wandel, das zwischen Tradition und Moderne lebt. Sie erkennen die Gefahren und Chancen des modernen Lebens und versuchen alte und neue Lebensformen miteinander zu vereinbaren. So möchten die meisten Dorf­bewohner ihre Häuser mit „modernen“ Stromanschlüssen ausgestattet sehen. Viele Karen sehen die Notwendigkeit der zunehmenden Verknüpfung mit der thailändischen Gesellschaft, möchten jedoch ihre Kultur, Sprache und Identität als Karen beibehalten. Die größten Probleme der Karen sind die Armut und alle damit verbundenen Nachteile (Mangelernährung, unzureichende Gesundheitsversorgung, schlechte Ausbildung etc.), Landknappheit (viele Karen besitzen keine offiziellen Landtitel) sowie Diskriminierung durch die thailändische Bevölkerung und Behörden.

https://i0.wp.com/www.suedsinn.de/tl_files/suedsinnthemeordner/img_produktion/schmied01.jpg

(Informationen und Bild von Südsinn)

Darüber zu berichten, hat Freude gemacht. Morgen geht es um Ohrringe. Die trage ich noch seltener als Ringe. Ihr könnt schon mal gespannt sein!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

Fair Trade – bitte Platz nehmen!

Hallo!

Sie gehören zu unseren heimlichen Bestsellern. Kinder lieben sie, sobald sie einmal auf einem Platz genommen haben  und deshalb verschenken Eltern und Großeltern diese Hocker von der Wohlfühlinsel besonders gerne.  Ich wußte gar nicht, dass es auch Pinguine gibt…. Wenn die Kinder größer sind, eignen sie sich sicher auch als Fußschemel oder für Blumentöpfe. Oder für neue Kinder…

Die Wohlfühlinsel ist eine neue Firma, die aus dem Handelshaus Damian entstand. Und man freut sich als Weltladen immer, wenn Produkte, die gut gehen, weiter angeboten werden.

 

 

 

Sitzmöbel für Erwachsene führen wir momentan leider nicht. Sie müssen mit einem Platz am Stehtisch vorlieb nehmen oder setzen sich auf unser berühmtes kuscheliges Mäuerchen auf einen Kaffee, ein Glas Saft und lassen ihre Kinder in Ruhe Probe sitzen.

Freundlich grüßt

Fairtradelady

Weltladentag 2012

Hallo!

Es war anstrengend, aber schön! Es gab ein Quiz, Reissalat, ein faires Frühstück, Honigverkostung, und zu guter letzt kam auch noch ein Mangoberg in den Laden – darüber morgen mehr.

An diesem Weltladentag gab es Informationen zu verschiedenen Kleinbauern-Vereinigungn in Asien, z. B. Green Net in Thailand.  Alles über die Organisation findet ihr hier. Wir verkaufen vor allem ihren leckeren Hom Mali-Reis, aber auch die wunderbare Kokosmilch. Und wozu kann man das brauchen? Zum Beispiel für ein leckere Curry! Noch gibt es Spargel, also los! weises-spargel-curry-spargel-einmal-anders

Schwierig!

Leicht! (Wenn auch inzwischen in etwas anderer Verpackung).

Guten Appetit! Kocht eurer Mutter doch mal wieder was Leckeres …..

Herzlich grüßt

Fairtradelady

„Total unfair!“

Das Mädchen, das mit mir auf dem Sofa in unserem Hallenbad sitzt, bringt es auf den Punkt. Und es geht hier heute auch nicht um Kaffee, Tee, oder Schokolade. Sondern ums Schwimmen.

Schon seit ein paar Jahren schleppe ich eine geschenkte Punktekarte für das Hallenbad mit mir herum. Ich erinnere mich vage, dass da beim letzten Besuch etwas von „gültig bis …2012“ stand und möchte gerne wissen, wie lange ich denn noch „umsonst“ schwimmen kann.

Es hat sich allerdings einiges geändert in unserem Hallenbad seit ich das letzte Mal da war. Aus meiner Freude „Oh, super, es sind nicht viele Leute da!“ wird schnell ein „Mist! Sie machen erst in einer halben Stunde auf!“, als ich um halb 10 mit meinem Stahlross vorfahre. So richtig rumgesprochen haben sich die neuen Öffnungszeiten noch nicht, denn viele stehen bald mit mir zusammen vor dem Automaten, der noch keine Badekarte verkaufen will.

Etwas ärgert uns alle: wir können durch die großen Glasfenster, die den Eingangsbereich von der Schwimmhalle trennen, sehen, wie zwei Leute in aller Seelenruhe und im ansonsten ganz und gar leeren Becken ihre Bahnen ziehen. Alle wartenden Kinder, auch das Mädchen neben mir, rennen immer mal wieder zu der Glaswand und drücken sich die Nasen platt. Und sind irgendwie wütend.

Was wir da noch nicht wissen können, ist, dass auch 10 Minuten nach offiziellem Einlassbeginn sich die Automatik nicht öffnet, die Drehkreuze funktionieren nicht und die Automaten geben keine Karten aus. Als sich das rumspricht, werden wir irgendwie alle noch wütender auf die Schwimmer, die da schon drin sind. Wie sind die denn da reingekommen?

Irgendwie hatte ich dann keine Lust mehr. Bin durch den Regen wieder nach Hause gefahren.

Was das mit Fairem Handel zu tun hat? Vielleicht doch mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Viele schauen auf uns, denen es gut geht und wundern sich, warum sie nicht zu den Glücklichen gehören. „Unfair“ ist ein ziemliches Schimpfwort. Ob es nun um die Verteilung materieller Güter geht, oder um den Einlass ins Hallenbad.

Mein Sonntag war trotzdem angenehm. Irgendwann komme ich schon noch mal rein, in das Hallenbad.

Ob sich an unseren Handelsbeziehungen wohl auch bald Grundlegendes ändert?

Sie haben’s geschafft!

Herzlich grüßt

Fairtradelady