Gold kann ja jeder ….

Hallo!

Über Schmuck aus Fairem Handel habe ich ja schon öfter berichtet. Es gibt ihn aus den unterschiedlichsten Materialien. Aber manchmal ist es doch erstaunlich, auf welche Ideen Menschen kommen um sich – und andere – zu schmücken.

Machen wir doch mal einen Test.

Aus welchem Material könnten diese Schmuckstücke sein? Na?

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Also gut, machen wir das Ganze etwas größer.DSCN2501[1]

Ich sag’s euch: es handelt sich bei dem Material um Scoobie Wire. Hättet ihr nicht gedacht, oder? Und was ist Scoobie Wire? So heißt in Südafrika, wo dieser Schmuck hergestellt wird, der Telefondraht.

Bei uSisi Designs in Pietermaritzburg arbeiten mehr als 100 Frauen, die diesen Schmuck in traditioneller Flechttechnik herstellen – nur eben aus modernen Materialien. Die Kunsthandwerkerinnen arbeiten von zu Hause aus, so dass sie für Kinder und Haushalt da sein können. Auch entfallen so die täglichen Fahrtkosten. Ein- oder zweimal in der Woche kommen die Frauen in den Workshop, um die Roh-Materialen und Anleitungen zu erhalten. Durch ihre Arbeit können ihre Kinder zur Schule gehen und viele wichtige Anschaffungen getätigt werden, z. B. um ihre Häuser besser auszubauen und zu befestigen.

Ihren Bestseller, das Spiralarmband (hier in Rosa/Lila-Tönen) kann man inzwischen in Amerika, Australien, Japan und auch Europa kaufen. Zum Beispiel in eurem liebenswerten Weltladen!

Von ihren schönen Designs kann man sich auch auf ihrer website inspirieren lassen.

Normalerweise werden Telefonkabel ja so verarbeitet:

(Foto: Märkische Allgemeine Zeitung)

Aber das sieht doch bei uSisi viel hübscher aus!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

 

 

 

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Unsere Stadt soll sauber werden!

Hallo!

Der Frühling ist schon ziemlich da! Und wie in jedem Jahr veranstaltet meine Stadt die sogenannte „Stadtputzete“. Es wird Müll gesammelt was das Zeug hält. Alles, was in den Wochen davor noch vom Schnee bedeckt war und in wenigen Wochen gnädig vom ersten Grün bedeckt wird. Mitte März scheint die ideale Zeit dafür zu sein. Bürger der Stadt machen sich auf, um Grünanlagen, Waldstücke und andere Naherholungsgebiete von unschönem Unrat zu befreien.

Flotte Feger!

Genauso haben sich das die Bewohner von Ugong Pasig City auf den Philippinen auch gedacht, als sie begannen, ihre Stadt von den allgegenwärtigen Kunsstoff-Trinkpäckchen zu befreien. Und sie dann zu Saftpacktaschen zusammenzufügen, die wiederum in Europa und den USA reißenden Absatz fanden.

Im Jahr 1997 wurde eine ehrenamtliche Frauengruppe gegründet, sie sollte „ein Projekt für eine saubere und grüne Stadt“ ins Leben rufen. Ein Schwerpunkt dabei ist es, die Haushalte dabei anzuleiten, Müll zu trennen. Dazu werden Koordinatorinnen und Gruppenleiterinnen beauftragt, die dabei helfen. Und dann ist natürlich auch der Lebensunterhalt der Mitglieder von K.I.L.U.S wichtig, die Saftpacktaschen-Idee entstand bei einem Seminar zur Suche von Einkommensmöglichkeiten. K.I.L.U.S bekam die Möglichkeit, auf internationalen Messen auszustellen, dadurch gelang der Durchbruch auf den internationalen Markt. Mit zunehmendem Einkommen bekam die Genossenschaft Zugang zu öffentlichen Krediten und konnte gute Nähmaschinen anschaffen.

K.I.L.U.S steht für:

– überdurchschnittliche Bezahlung der Produzentinnen,

– Krankenversicherung, Krankenhaus-Versicherung,

– Bereitstellung von Arbeits- und Schutzkleidung

– Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

– geregelte Arbeitszeit, meist 5 Tage zu 8 Stunden.

Außerdem haben sie – und das freut mich als Chorsängerin besonders – einen Frauenchor! Eine Kostprobe ihres Könnens habe ich zwar nicht gefunden, aber ein Video, bei dem man sehen kann, wie die Müllbeseitigung praktisch funktioniert.

Leider kann ich nicht viel verstehen, aber immerhin: Social Enterprise!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

 

Brot und Rosen zum 8. März

Hallo!

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Wer singen möchte, der singe, wer nicht, lese heute diese Zeilen als Gedicht:

Brot und Rosen

Wenn wir zusammen gehen, geht mit uns ein schöner Tag

durch all’ die dunklen Küchen, und wo grau ein Werkshof lag,

beginnt plötzlich die Sonne unsere arme Welt zu kosen

und jeder hört uns singen: Brot und Rosen!

Brot und Rosen!

Wenn wir zusammen gehen, kämpfen wir auch für den Mann,

weil ohne Mutter kein Mensch auf die Erde kommen kann.

Und wenn ein Leben mehr ist als nur Arbeit, Schweiß und Bauch,

wollen wir mehr: gebt uns das Brot, doch gebt uns die Rosen auch.

Brot und Rosen!

Wenn wir zusammen gehen, gehen unsre Toten mit.

Ihr unerhörter Schrei nach Brot schreit auch durch unser Lied.

Sie hatten für die Schönheit, Liebe, Kunst, – erschöpft – nie Ruh.

Drum kämpfen wir um’s Brot und wollen die Rosen dazu.

Brot und Rosen!

Wenn wir zusammen gehen, kommt mit uns ein bessrer Tag.

Die Frauen, die sich wehren, wehren aller Menschen Plag.

Zu Ende sei: dass kleine Leute schuften für die Großen.

Her mit dem ganzen Leben: Brot und Rosen!

Brot und Rosen!

Freundlich grüßt zum Internationalen Frauentag

Fairtradelady

Fair Trade Fashion

Hallo!

Mode ist ja hin und wieder mein Thema. Weil es gerade in der Bekleidungsindustrie oft so fürchterliche Arbeitsbedingungen gibt. Oder weil der konventionelle Baumwollanbau so umweltschädlich ist.

Aber manchmal muss man einfach auch optimistisch sein und das Gute erkennen, was in diesem Bereich getan wird.

Eine, die schon seit Jahren ein Auge auf ökologische, schöne Mode geworfen hat und darüber auch in ihrem Blog Grüne Mode berichtet, ist Kirsten Brodde. Sie schreibt über die Fashion Shows auf der Berliner Modewoche und ist, zusammen mit den anderen Experten ihres Blogs, die beste Kennerin der Szene.

In ihrem Buch Saubere Sachen steht alles, was man zum Thema Faire/Bio-Mode wissen sollte. Jetzt wo der Frühling vor der Tür steht und sich manche(r) mit dem Gedanken trägt, sich neue Klamotten anzuschaffen, ist ihr Buch ein wertvoller Ratgeber.

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Weltladen’s only Top Model macht es auch leicht, sich faire Bekleidung mal näher anzusehen.

Freundlich und fair grüßt wie immer

Fairtradelady

Total abgefahren!

Hallo!

Das sind sie, im wahrsten Sinne des Wortes, die Reifen und Schläuche von Motorrädern, Mopeds, Autos und Lastwagen, aus denen für den Fairen Handel schöne Gebrauchsgegenstände gefertigt werden. Es würde schwer fallen, sie filigran zu nennen. Meistens werden sie zu Papier- oder Wäschekörben verarbeitet.

Behälter aller Art.

Statt der Regenmacher im hinteren Behälter kann man Brennholz oder Altpapier darin aufbewahren. Der mit dem blauen Rand ist als Blumenkübel gedacht – entweder zum Bepflanzen, oder als Übertopf für größere Pflanzen. Als Brotkörbchen könnte ich sie mir auch weniger vorstellen.

Das Material ist viel weicher als man denkt, das Ausgangsprodukt, Motorrad-Schläuche, lässt sich dadurch gut verarbeiten.

Hergestellt werden diese Kübel in Pasig auf den Philippinen. Dort gibt es Hanna’s Enterprises, eine schon 1988 gegründete Firma, die seit 2010 Waren nach Holland und nach Deutschland liefert. In der Werkstatt, in der früher Textilien für Toyota produziert wurden, werden jetzt Jeansreststoffe und Schläuche verarbeitet, auch zu Taschen.

Es gibt 11 Festangestellte und  eine Auftrags-Teilzeitangestellte. Die Angestellten verdienen überdurchschnittlich, es gibt Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bezahlten Urlaub. Sie sind zudem abgesichert bei Schwangerschaft, Krankheiten und Arbeitsunfähigkeit durch entsprechende Versicherungen und es gibt auch eine Rentenversicherung.

Alle Anfänger im Nähen und Häkeln erhalten eine Ausbildung. Vorrangig werden Jugendliche nach der Beendigung der Schule sowie arbeitslose Mütter beschäftigt, die so auch von zuhause aus ihre Familien unterstützen können. Informationen von contigo

Ganz schön erstaunlich, was hinter so einem unscheinbaren Fahrzeugschlauch steckt!

Menschenwürdige Arbeitsbedingungen und schöne, nützliche Produkte – sie sind das Wichtigste im Fairen Handel

findet

Fairtradelady

Zum Wärmen und Schmücken

Hallo!

Im Weltladen führen wir viele schöne warme und leichte, bunte und schwarze, dichte und luftige, seidige und baumwollene Schals. Jede(r) liebt sie, wir bekommen immer wieder Neue.

DSCN1391[1]DSCN1392[1]Diese stehen auf einem Ständer vor unserer Ladentür.

 

 

 

 

 

Und hier die ganze Bandbreite. Sie kommen aus Ägypten, Indien, Guatemala, Kambodscha, Nepal, und vielen anderen Länder.

 

 

Was nützen einem aber die schönsten Schals, wenn man nicht weiß, wie man sie bindet? Deshalb gibt es hier eine kleine Anleitung:

Das ist Euch zu einfach, ihr sucht die Herausforderung? Bitte sehr! Vielleicht müsst Ihr es Euch ein paarmal ansehen, denn das ist die Stewardess Masterclass!

Nun steht einem schön geschlungenen Schal nichts mehr im Wege!

Freundlich grüßt

Fairtradelady

Fairness für Mütter!

Hallo!

Schon gemerkt? Heute ist Muttertag! Wenn es jetzt Mütter gibt, die hier lesen und die es noch nicht gemerkt haben, dann lief da was schief ….

Für mich ist heute ein schöner Muttertag, weil ich mich endlich wieder ziemlich gesund fühle nach dem ganzen Krankheitsgedöns der letzten Wochen.

Habt ihr was geschenkt bekommen? Vielleicht gehört ihr ja auch zu denen, die sagen, sie möchten nichts. Oder zu denen, die sagen, dass sie lieber das ganze Jahr über eine gewisse Wertschätzung erfahren wollen.

In den Medien kommen Mütter meistens als Problemfälle vor:

Die Weltbank sorgt sich um Teenager-Mütter.

Putzfrauen haben die meisten Kinder und Künstlerinnen die wenigsten.

Christ und Welt weiß, was Mütter mürbe macht.

Da kann einem das Muttersein ja richtig verleidet werden.Gibt es dann da überhaupt etwas zu feiern? Das muss natürlich jede Mutter für sich entscheiden.

In den letzten Wochen hatten wir im Weltladen diese Schokolade griffbereit:

Die Meinungen waren geteilt. Es kann ja nun nur eine geben! Und die bekommt die ganze Schokolade? Eigentlich gemein! Wo wir nicht so tollen Mütter uns doch auch so bemühen. Hoffen wir, dass unsere Kinder das nicht so eng gesehen haben und uns trotzdem gerne haben – und vielleicht sogar Schokolade schenken.

Mütterliche Grüße von

Fairtradelady